Guten Morgen Zypern!
Die Insel der Aphrodite hat eine bewegende Geschichte hinter sich und ist seit 1974 geteilt, sie liegt im Schnittpunkt der drei Kontinente Europa, Asien und Afrika.
Den türkischen Teil möchte ich heute gerne erkunden und schließe mich daher der Reisegruppe an. „Die Vielfalt Nordzyperns“, so erklärt Gudrun, unsere Reiseführerin die heutige Tour. Gudrun lebt seit 30 Jahren auf der Insel und ist mit einem Zyprioten verheiratet. Toni, unser Fahrer, kutschiert uns sicher, auch wenn uns der Linksverkehr im Moment noch ein wenig fremd vorkommt.
Per Autobahn erreichen wir westlich von Limassol die Grenzen – doch zunächst werden unsere Pässe eingesammelt, die Gudrun dann zum Grenzposten bringt, wo sie dann eingescannt werden. Dieser Vorgang dauert, wir steigen aus dem Bus und haben Gelegenheit, uns umzusehen.
Nach der griechischen Grenze folgt die türkische – und es heisst wieder: warten! Nach 30 Minuten geht es endlich weiter.
Die vorbeiziehende Landschaft ist wunderschön und begeistert mich sehr. Das Troodos-Massiv ist gewaltig und der Olymp ist mit 1.951 m Höhe die höchste Erhebung.
Gudrun berichtet, dass es eine Universität und 6 Colleges gibt. Bei der Fahrt fallen mir sehr viele Casinos auf und unsere Reiseleiterin erklärt, dass die hauptsächlich Hotels ansgeschlossen sind. Von den Studenten und dem Casino-Tourismus lebt offensichtlich der Großteil der türkischen Bevölkerung. Einheimische dürfen übrigens nicht in die Casinos, wie sie uns wissen lässt.
Kyrenia
Zwei Stunden Fahrt liegen hinter mir, als wir den Ort erreichen, der türkische Name lautet übrigens:
Das kleine Hafenstädtchen liegt unterhalt des Pentadaktylos-Gebirges. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört vor allem die Festung von Kyrenia, sie liegt östlich des alten Stadthafens.
Nun die versprochen Bilder von der Hafenburg und dem Museum!
Bei den wunderbaren Temperaturen von warmen 26 Grad – es ist immerhin schon Ende Oktober – ist die Besichtigung der Festung sehr angenehm und es gibt viel zu bestaunen.
Das Schiffswrack-Museum in der Festung zeigt ein eisenzeitliches Schiffswrack, das gegen 300 v.Chr. gesunken ist Gudrun erzählt, dass es 1965 von zyprischen Tauchern in 30 Meter Tiefe entdeckt wurde und 2 Jahre später geborgen werden konnte.
Bellapais
Die Ruinen der berühmten Abtei Bellapais – Kloster des Friedens – ist als nächstes auf unserem Besichtigungsplan. Das Kloster des Prämonstratenser-Ordens und steht auf einem Felsvorsprung des Kyrenia-Gebirges. In dem gleichnamigen Ort führ der Weg über eine enge Gasse, rechts und links gibt es viel zu entdecken.
Und zwischendurch gibt es immer wieder diese Blumenpracht, an der ich mich kaum sattsehen kann.
Das Kloster gilt als Meisterwerk der gothischen Architektur und soll eines der schönsten im gesamten nahen Osten sein – gegründet wurde es von Augustinermönchen.
Der Ausblick von hier oben auf die vorgelagerte Küstenebene ist wirklich atemberaubend schön.
Zum Restaurant „Tree of Idleness“ gibt eine nette Geschichte. Übersetzt heisst es: „Der Baum des Müßiggangs“, damit ist der alte Maulbeerbaum gemeint, der vor dem Restaurant steht, unter dem „man“ gerne verweilt und der bei Hitze angenehmen Schatten spendet. Von diesem Müßigkeit tief beeindruckt und inspiriert hat hier der britische Diplomat und Schriftsteller Laurence Durrell seinen Roman „Bitter Lemons of Cyprus“ geschrieben.
Wir legen auch einen Müßiggang ein, denn für uns steht jetzt das Mittagessen an. Es gibt Mèze, Huhn oder Fisch und dazu einen Wein – alles ist von beachtlicher Qualität und schmeckt mir ausgesprochen gut!
Hiernach bummeln wir durch die enge Gasse und nehmen Abschied von diesem wunderschönen Ort. Unser Fahrer Toni manövriert uns geschickt durch den dichten Verkehr, vorbei an zahlreichen Dörfern.
Ich freue mich sehr auf heute Abend, denn es steht eine ganz besondere Veranstaltung an: Unser Kapitän, Thomas Roth, lädt die Gäste der Suiten und Junior-Suiten in die X-Lounge ein und stellt bei einem Glas Champagner einen Teil seiner Crew vor.
Mit dabei: Wiebke Busch, die sehr nette „Cruise Director Mein Schiff 3„, die uns mit ihrer angenehmen weichen Stimme mehrfach täglich über Aktuelles an Board informiert. Doreen Kumpel, „General Manager Mein Schiff 3„, Melissa Rabel, „Reisemanager Mein Schiff 3″ und nicht zu vergessen: Greivi de la Cruz Castro , er ist Concierge in der X-Lounge.
Perfekt im Service, bei ihm buche ich fast alles, und er kümmert sich rührend um uns Gäste – übrigens in perfektem Deutsch, denn er stammt aus Oldenburg!
Zum Schluss habe ich noch ein Extra-Schmankerl für Euch, einen echten Bar-Künstler, schaut mal…
Und in Kürze folgt der nächste Teil der Mittelmeer-Kreuzfahrt mit Mein Schiff 3!