Ralf Zacherl – Koch, Fernsehkoch

Ralf Zacherl

Als Kneipenkind wollte Ralf Zacherl nach Abschluss seiner Kochausbildung – die so gar nicht den Vorstellungen seiner Eltern entsprach, da sie „Besseres“ für ihn im Sinn hatten als die harte Arbeit im Gasthaus – vor allen Dingen eins: raus in die Welt und kochen. Er wollte keine Kochlorbeeren ernten, keine kräftezehrende Selbständigkeit, denn er kannte dieses Leben und wusste, was es heißt, jeden, wirklich jeden Tag Gastgeber zu sein.
Auf seiner Reise hatte er das außerordentliche Glück, großen Köchen und Persönlichkeiten, wie Stefan Marquard, Harald Wohlfahrt, Eckbert Engelhardt, Graf Matuschka zu Greifenklau und Otto Koch zu begegnen – Typen, Fanatikern, Gastronomen, tollen Menschen, die ihn und seine Leidenschaft geprägt haben.
Durch den Erfolg in der Feinschmeckerkultur kam es im Zuge verschiedener Auszeichnungen zu einer regelrechten Flut von Interviews und öffentlichen Auftritten. So gelangte er durch sein Management, Manuela Ferling, die eine Überzeugung in ihn setzte, die ihm selbst damals fremd war, zu Castings. Diese dienten eigentlich nur dem Zweck seine Sprachlosigkeit zu überwinden. Als sich daraus überraschend die Gelegenheit zu einer eigenen Kochsendung ergab, fehlten ihm erst recht die Worte, und er musste zunächst einmal gründlich darüber nachdenken, diesen Abzweig zu gehen, denn den Plan, das Ziel einer großen Karriere hatte er nie verfolgt – er wollte doch nur kochen.
Heute ist er Fernsehkoch und entgegen seinem ursprünglichen Plan selbständig. Vor allen Dingen ist er jedoch eins: unterwegs.
Anders als gedacht, ist so sein Traum in Erfüllung gegangen. Mit 20 hätte er es nicht für möglich gehalten, für Kochbücher diverser TV Formate, in denen er mitwirkte, zu schreiben oder mehr als 100 Gäste persönlich willkommen zu heißen bzw. diese gar zu unterhalten. Heute weiß er, dass das Leben seine eigenen Wege schreibt und er ist gespannt auf die Aufgaben als Gastgeber in Berlin oder seiner Heimat Tauberfranken. Kochen hier und dort, im In- und Ausland, dabei wird es bleiben – so, wie er es sich einst gewünscht hat. Ein rastloser Gast, in den verschiedensten Küchen – stets auf der Reise zu neuen Geschmäckern und Menschen, die sich vor und hinter den Kulissen, für die schönste Sache der Welt begeistern: gemeinsam kochen und essen.

Dafür ist er unterwegs, reist und kreist und sagt „der Topf ist rund, damit das Kochen und Denken die Richtung ändern kann.“

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