Sebastian Baun – Ein Blick hinter die Kulissen eines Home Stagers

Sebastian Baun, Home Stager, Essen

Und zwar eines ausgesprochen künstlerischen Home Stagers und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Sebastian Baun aus Essen hat eine weitere Leidenschaft und die gilt der Kunst. “Eigentlich“, so berichtet er, „bin ich Diplom Designer, und so hatte ich mit dem Thema einrichten, Möbel, Bilder und dekorieren immer schon beruflich und auch privat zu tun.“

Doch bevor ich mir seine Projekte mit den Vorher- /Nachher-Bildern anschaue, möchte ich natürlich gerne von Herrn Baun wissen, wie er denn zum Home Staging gekommen ist und so frage ich weiter. „Meine Firma „Concept 212“ ist eine Einrichtungs- und Lifestyle-Beratung. Ich fertige Kunst- bzw. Designobjekte ganz unterschiedlicher Art an.“

Das klingt spannend, wie ich finde und schaue mich in seinem Show-Room um. „Ja, genau“, sagt Herr Baun, als hätte er meinen Blick verfolgt, „die Bilder stammen von mir.“ Das sind Fingerabdrücke, zum Teil von Kunden, die ich als Objekt auf ganz verschiedene Arten inszeniere.“

bildergalerie

Mir gefällt die Idee, ein sehr persönliches und ausgefallenes Accessoires. „Aber“, so Herr Baun weiter, „das ist längst nicht alles, ich fertige auch Lampen, Bänke, Tische, Beistelltischchen, etc. – alles, ganz individuell und immer auf Kundenwunsch.“

wegweiser bank

„Sie sitzen übrigens auch auf einer von mir hergestellten Bank“, er lacht dabei und ich gestehe, ich sitze prächtig darauf. Dann nimmt er mich mit auf seine Terrasse und zeigt mir den Tisch.

tisch

Der hat nicht nur Riesenmasse, sondern trägt auch Gravuren bzw. Schnitzereien. „Ja, die kann ich auch je nach Kundenwunsch machen, ob ein Zitat, ein Monogramm oder ein Siegel, alles ist machbar.“ 

Die überdachte Lounge-Ecke in seinem Garten ist wirklich ein Hingucker, vor allem mit den Kaffeesäcken als Kissen, das ist – wie sollte es auch anders sein – natürlich selbst entworfen und selbst hergestellt.

lecke

Zurück in seinem Show-Room fallen mir dann noch ganz andere Bilder auf, die mich irgendwie an Jeans erinnern. „Ja,“ lacht er, „da habe ich mal mit Denim gearbeitet.“jeans

Der Beistellhocker in dem Zeitschriften liegen stammt selbstverständlich auch aus seiner Werkstatt. Doch bevor ich mir die genauer ansehen darf, möchte ich nun wirklich wissen, wie aus dem Designer Sebastian Baun ein Home Stager geworden ist.

buch

„Vor gut zwei Jahren habe ich rein zufällig auf VOX die Sendung Mieten, Kaufen, Wohnen gesehen und da wurde eine Home Stagerin und ihre Arbeit vorgestellt. „Naja, davon war ich ja im Grunde genommen nicht weit entfernt – ohne, dass mir das bewusst war.“ „Und dann haben Sie umgesattelt?“ erkundige ich mich. „Nein, nicht ganz, ich habe nur das eine mit dem anderen verbunden. Will sagen, mein Unternehmen Concept 212, wo ich meine Möbel und Objekte kreiere existiert weiterhin, ich habe dann noch die Baun GmbH gegründet, die Home Staging anbietet.“

Ein geschickter Schachzug, wie ich finde, denn bei Concept 212 erstellt er die Möbel oder Design-Objekte, die er für das Staging braucht. Und wie er das macht, zeigt er mir auch sogleich, denn im Untergeschoss seiner schönen Jugendstil-Villa hat er eine eigene Werkstatt eingerichtet.

„Die ist zwar nicht so groß, bietet aber ausreichend Platz, für alles, was ich machen muss und mit größeren Teilen gehe ich auf die Terrasse und baue dort.“ OK, die „Möbelwerkstatt“ habe ich also schon einmal gesehen, aber wie sieht denn sein „richtiges Staging-Lager“ aus? Die Frage brennt mir selbstverständlich unter den Nägeln.

„Hoffentlich werden sie jetzt nicht enttäuscht sein,“ meint Herr Baun, als er die nächste Tür öffnet, hinter der sich sein Lager verbirgt. Beim Betreten des Raumes denke ich ja, es ist doch anders, als ich mir das vorgestellt habe.

Ich sehe weder Stapel Sessel, Teppiche, Sofas, keine Vorhänge, Bücher oder andere Accessoires, die ein Home Stager normalerweise hat. Dann öffnet Herr Baun die Türen von der langen Schrankwand, und ich entdecke fein säuberlich gestapelte Kissen und Decken, ein paar Küchenutensilien sowie einige Handtücher.Lagers

„Mehr brauche ich nicht. Den Rest, also die wirklichen Möbel mache ich ja entweder selbst ,oder ich leihe mir Sofas, Sessel, Teppiche und sonstiges von diversen Möbelhäusern mit denen ich zusammenarbeite. Ach ja, die Papp-Küchenmöbel, die Attrappen, die alle Home Stager einsetzen, habe ich auch. Nur werden meine neuen Exemplare erst in den nächsten Tagen geliefert.“

In der Tat habe ich mit so einem Lager nicht gerechnet. Aber, das Möbelleihen ist in der Tat eine sehr gute Idee, von daher entfällt notwendiger Stauraum und die Anlieferung und das Aufstellen der Möbel. „Das macht der Möbelhändler,“ berichtet Herr Baun. „Selbstverständlich wird alles von mir überwacht und anschließend entsprechend dekoriert und – ganz wichtig – ich stelle einen Strauss frischer Blumen auf.“

Was für eine nette Geste, denke ich, denn wir Frauen achten ja auf solche Feinheiten. Und gerade frische Blumen, wenn sie auch noch duften, verleihen einem Raum gleich einen Wohlfühl-Charakter. Wichtige Details, die sich rumsprechen. Das ist das Stichwort, denn Herr Baun erzählt mir, dass er viele seiner Kunden durch Mund-zu-Mund-Propaganda gewonnen hat. Etwas besseres kann man sich nicht vorstellen, als zufriedene Kunden, die einen gerne weiterempfehlen. „Daher kann ich ganz auf Anzeigen oder teuere Werbung verzichten. Aber natürlich akquiriere ich auch, bei Banken und Immobilen-Maklern, da habe ich dann unterschiedliche Präsentationsmappen, die ich den Kunden zeigen kann.“

Apropos zeigen, jetzt bin ich ganz neugierig auf  die Vorher-/Nachher-Bilder von einem seiner Projekte.

Wie schon gesagt, Herr Baun ist in jeder Hinsicht ein künstlerischer Stager, der mich durch seine Kreativität und Flexibilität überzeugt hat.

Ich bedanke mich ganz herzlich für den Blick hinter Ihre Kulissen, lieber Herr Baun!

http://www.baun-gmbh.de

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