Drei Frauen sind ein Theater (3)

Drei Frauen sind ein Theater

Es war eng, es war laut und es war schwül – auf der dritten Etage des Perlenmarktes. Eng deshalb, weil sich Verkaufs-Box an Verkaufs-Box reihte und weil man sich, um vorwärts zu kommen, durch einen nur kleinen Mittelgang quetschen musste. Laut, weil die netten und meist sehr jungen Chinesinnen aus ihrer Verkaufs-Boxen die Kunden anlockten: Hello my friend, nice color, you like it, I have much more pearls, come to my shop.“ Und schwül, weil  die vielen Menschen und die fehlende Klimaanlage eine gefühlte Temperatur von gut und gerne 38 Grad produzierten.

Doch Angelika ließ sich davon nicht beeinflussen. Sie bummelte oder besser gesagt, sie zwängte sich an anderen Kunden vorbei und blieb ab und zu stehen, um sich die Angebote aus der Nähe zu betrachten.

So viel Schmuck habe ich ja noch nie auf einmal gesehen, das ist ja wirklich unbeschreiblich, dachte sie, dagegen wirkt mein Modeschmuckladen in Buxtehude wie eine piefige, kleine Bude. Und ich dachte immer, der sei groß und hätte viel Auswahl. Denkste. Das hier übertrifft bei Weitem alles.

Warum sie vor der Box Nummer 96 von Fenny Jewelry plötzlich stoppte, war ihr nicht ganz klar.

War es die lächelnde Chinesin, die ihr – ohne aufdringlich zu wirken – immer neue Dinge vorstellte?
Ihr gefiel einfach alles und es entsprach hundertprozentig ihrem Geschmack.

„Doch welche Farbe nehm ich jetzt“, dachte sie, “vielleicht die grüne oder doch besser die blaue? Ach nein, rosa. Das soll ja angeblich fast jeder Frau stehen, egal in welchem Alter sie ist. Das hat auch Frau Burghoff-Isenstolz letztens erzählt und dabei auf Barbara Cartland verwiesen. Das ist die Tante von Lady Diana, die Schriftstellerin, die über eine Milliarde Bücher verkauft haben soll. Rosa soll auch ihre Lieblingsfarbe gewesen sein. Angeblich hat sie die bis ins hohe Alter getragen. Ist die nicht fast 100 geworden? Ist ja auch egal, ich probier die jetzt. Nur welche Länge? Deutlich sichtbar streckte sie ihren Daumen in die Höhe und signalisierte der netten Chinesin, dass rosa ihre Farbe sei und sie jetzt verschiedene Längen probieren wolle.

Spieglein, Spieglein

Sie legte die erste halblange Kette um und lächelte ihrem Spiegelbild entgegen.

Nicht schlecht, allerdings noch ein bisschen nackt, fand sie und wählte dazu drei lange Ketten mit unterschiedlichen Perlen, Steinen und Glitzerelementen.
Ihr Lächeln wurde breiter.

Als ihr die junge Chinesin den wohl neusten Trend zeigte, vier Ketten in diversen rosa Tönen, die durch geschicktes Drehen zu einem einzigen Kettenstrang wurden, musste sie auch diese Ketten sofort um den Hals legen.

Das gefällt mir, sprach sie zu ihrem Spiegelbild und lächelte dabei huldvoll.

Fehlen nur noch entsprechende Armbänder, sagte sie in Englisch zu der Händlerin.
Von den mindestens zehn passenden Armbändern konnte sie sich nun gar nicht entscheiden, was ihr gefiel und was nicht. Also streifte sie auf jeden Arm fünf und stellte sich damit erneut vor den Spiegel.

Während sie sich von allen Seiten ausführlich betrachtete, bemerkte Angelika, wie sich eine Chinesin neben sie an den Spiegel stellte.
„Mögen Sie, was sie sehen?“ fragte sie Angelika auf Englisch.

„Ja sicher, das gefällt mir sehr.“
„Sie haben auch viele wunderschöne Teile ausgesucht.“ „Und alles in rosa Nuancen, die Farbe soll ja wirklich total im Trend liegen.“
„Ja, unsere Käuferinnen lieben den Ton sehr, doch…“ „Selbst Queen Mum hat diese Farbe ja bis ins hohe Alter getragen, das wussten sie doch sicher, oder?“
„Ja, das ist mir durchaus bekannt, nur…“
„Und ich finde, es steht mir ausgezeichnet.“
„Ja, die Farbe steht ihnen wirklich sehr gut, aber…“
„Ich habe so das Gefühl, dass ihnen irgendetwas nicht gefällt.“
Die Chinesin räusperte sich ein wenig verlegen, rieb ihre beiden Handflächen gegeneinander und schaute Angelika erneut an.
„Queen Mum hat aber immer nur eine rosa Kette und ein rosa Armband getragen und…“
„Ja und?“
„Ja, wissen sie…“

„Ich laufe immer so herum.“
„Ja, das glaube ich ihnen gerne, doch…“
„Und das passt auch zu mir, finde ich.“
„Wenn sie vielleicht einmal versuchen würden,…“
„Sagen sie, wer sind sie eigentlich und was wollen sie?“ „Entschuldigen sie bitte, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe. Mein Name ist Chen Xiaohong. Ich bin Schmuckberaterin und helfe unseren Kundinnen bei der Auswahl unseres großen Angebotes.“
Eine chinesische Schmuckberaterin, ich fass es nicht, dachte Angelika. Na und was will die mir jetzt klarmachen? Darauf bin ich aber mal gespannt.
„Nett sie kennen zu lernen. Und was würden sie mir raten Frau Chen?“ Angelikas Frage wirkte etwas gelangweilt. „Die Ketten und Armbänder, die sie ausgewählt haben, sind wirklich alle bildschön. Doch sie sollten nur jeweils eine Kette und ein Armband tragen.“
„Warum nur ein Teil?“
„Weil ein Teil bei ihnen ganz bestimmt viel edler wirken würde.“
„Aber ein Teil, das ist doch langweilig, erst bei vielen Teilen kommt die ganze Pracht zur Geltung.“
Die Schmuckverkäuferin blieb einen kurzen Moment still, als suche sie nach den rechten Worten, bis sie schließlich sagte:„Laotze drückt das so aus: Farbenpracht blendet das Auge.“
„So ein Blödsinn.“
„Er will uns sagen, dass wir von uns ablenken wollen und den Schmuck in den Vordergrund stellen.“

„Also, liebe Frau Chen, so einen Quatsch habe ich ja noch nie gehört.“
„Warum möchten sie denn von sich ablenken?“
„Ich und ablenken, ich glaub es ja wohl nicht.“

„Wie findet denn eigentlich ihr Mann so viel Schmuck an ihnen?“
Angelika schwieg.
„Sie haben doch einen Mann, oder?“

„Wissen sie was, gute Frau. Das geht sie alles gar nichts an. Und überhaupt. Ich brauche keinen Schmuck. Weder ihren, noch den von anderen. Ich habe nämlich genügend zu Hause.“

Angelika riss sich die Ketten fast vom Hals und schmiss sie zusammen mit den Armbändern auf die kleine Theke.
„So einen Mist muss ich mir von ihnen nicht anhören. Tolle Beratung.“ Mit wehenden Haaren und einem dicken Kloß im Hals stürzte sie davon.

Planlos und völlig fahrig irrte sie durch die Gänge und brummte dabei ständig vor sich hin.
Schließlich fand sie sich auf der Terrasse des Cafes, das unmittelbar neben dem Perlenmarkt lag, wieder. Gedankenverloren bestellte sie einen großen Milchkaffee und steckte sich einen Zigarillo an.

Warum sollte ich von mir ablenken? Und überhaupt, was mischt die sich ein und will auch noch wissen, ob ich einen Mann habe. Klar habe ich einen. Doch… Bei den Gedanken sackte Angelika vollends in sich zusammen.

Frau Wang sauste mit mir im Schlepptau durch den Perlenmarkt. Den vielen rufenden Händler entgegnete sie dabei mit einem Lächeln, gepaart mit einem bestimmenden Tonfall – und die Händler ließen von uns ab.
„Was haben sie denen denn gesagt?“
Frau Wang wollte sich offensichtlich nicht in die Karten schauen lassen und antwortete nur mit einem unverbindlichen Kichern.
Okay, auch gut, dann eben nicht. Muss ja auch nicht alles verstehen, dachte ich.

Wenige Minuten später erreichten wir den Verkaufsstand von Frau Yu, eine gute Bekannte von Frau Wang.
„So, so sie brauchen also hundert Perlenketten.“
„Ja, richtig. Aber, die sollen von guter Qualität sein und schöne runde und gleichmäßig große Perlen haben. Ich denke dabei eher an Salzwasserperlen.“

Sogleich griff Frau Yu in ein Schränkchen und legte Kette um Kette vor uns auf die Theke. Die Qual der Wahl begann. Die einen hatten zu kleine Perlen, die anderen zu große, die nächsten Perlen glänzten zu sehr, die anderen fast gar nicht. Frau Yu bemerkte – nach fast einer geschlagenen Stunde –, dass ich das Passende noch nicht gefunden hatte.

„In meinem Lager habe ich viel mehr Auswahl – es liegt ganz in der Nähe. Lassen sie uns zusammen hingehen, dort werden sie bestimmt das Richtige finden.“ Unsicher blickte ich zu Frau Wang.

„Was meinen sie, sollen wir da so einfach mitgehen? Wer weiß, wohin sie uns führt“, ich konnte so deutlich reden, da Frau Yu kein Deutsch verstand.
„Keine Sorge, Frau Lüders, das ist völlig in Ordnung. Ihnen wird schon nichts passieren, außerdem bin ich ja bei ihnen“, lachte sie.

Lacht die mich jetzt an oder aus? Klar war mir das nicht.

Also machten wir uns auf den Weg. Einmal mehr lernte ich, wie man als Langnase, geschickt und völlig gefahrlos, eine Straße in Beijing überquert. Als Hotdog sozusagen: Ein Chinese vorne, einer hinten, die Langnase in der Mitte und im Laufschritt geht es über die Straße.

Es geht abwärts

Frau Yu stoppte vor einem eher unscheinbaren Haus, schloss die Tür auf und ging mit uns nicht, wie ich erwartet hatte, die Treppen hinauf, sondern zeigte nach unten auf eine wuchtige Kellertür.
Über weiß gekachelte Treppenstufen stiegen wir zwei Etagen hinunter. Eine geheimnisvolle Welt öffnete sich. Ein auf einem alten Sofa liegender Chinese blinzelte kurz und nickte, als er Frau Yu erkannte. An der ihm gegenüberliegenden Wand hing ein großes Board mit vielen Schlüsseln.
Verwaltet der hier die Kellerschlüssel?
Wir schritten durch zahlreiche enge Gänge, vorbei an nummerierten Türen, vor denen hier und da eine große Thermosflasche stand.
Als dann eine Tür nur leicht angelehnt war, stieß ich sie ein wenig weiter auf.

Ich blickte in einen fensterlosen Raum von wenigen – vielleicht waren es sieben – Quadratmeter. An der Decke baumelte eine Glühbirne, die nur wenig Licht spendete. Auf dem Sofa – sicher eine Schlafstätte – lag ein Kissen und eine abgenutzte Decke. Ein Schrank, ein großes Wort für dieses Teil, stand in einer anderen Ecke – das war es. Frau Yu und Frau Wang bemerkten, dass ich ihnen nicht gefolgt war und so rannten sie eilends zu mir zurück. Sie verstanden meine stummen Blicke und erklärten, dass hier Wanderarbeiter lebten. Sie kämen aus ganz China, meist ohne Familie und suchten irgendeine Arbeit. Sie hätten nicht viel Geld und besäßen meist nur das, was sie am Leib trugen. Daher bräuchten sie weder mehr Platz, noch könnten sie sich eine richtige Wohnung leisten.
Die beiden zogen mich weiter und zeigten mir die Waschräume und Toiletten, für die ich – wegen des besonderen Geruchs – eine intensivere Besichtigung dankend ablehnte.

Das Schmucklager, das wir bald betraten, lenkte mich zwangsläufig ab.
Sofort ließ ich mich auf den angebotenen Stuhl nieder und vertiefte mich in die Unmengen von Perlenketten, die Frau Yu nun aus jeder Ecke ihres Lagers heranholte. Bald stellte ich eine langsam aufkommende Müdigkeit fest.

Konzentrier dich und bring mal ein bisschen System in das Chaos, schimpften meine Kobolde.
Es stimmte, im Augenblick ging ich nicht gerade planvoll vor. Also gab ich mir einen entsprechenden Ruck und begann die Ketten zunächst grob zu prüfen und zu sortieren.

Vorsichtig nahm ich den kleinsten Stapel Perlenketten, zeigte auf den Rest und machte Frau Yu klar, dass diese nicht in Frage kämen.

Die erneute Überprüfung ging recht flott und nach kurzer Zeit hatte ich mich für zwei wunderschöne Ketten in unterschiedlichen Längen entschieden.
„Ich möchte gerne von jeder Kette fünfzig Stück haben. Und alle mit diesem silbernen Perlen-Verschluss“, das entsprechende Exemplar hielt ich zur Demonstration in die Höhe.

„Ist das nicht egal?“ meinte Frau Wang etwas naiv und wandte sich mir zu.
„Das ist die chinesische Sicht der Dinge, Hauptsache jede Kette hat überhaupt einen Verschluss. Für uns Deutschen spielt die einheitliche Qualität eine entscheidende Rolle. Mein Kunde wäre mit den unterschiedlichen Varianten nicht einverstanden, dass weiß ich und würde das reklamieren. Also machen wir es doch von Anfang an richtig, einverstanden?“

Die jetzt anstehenden Preisverhandlungen unterstützte ich mit einem freundlichen Lächeln, eine für Chinesen stets wichtige Geste.
Frau Yus Taschenrechner hatte mein volles Mitgefühl, es wurde heftig auf ihm getippt und die Frauen zerrten ihn hin und her, begleitet von chinesischem Kauderwelsch. Waren es nur Zahlen oder stritten sie gar? Genau so hörte es sich für mich an – doch es blieb mir ein Rätsel

Als sich Frau Wang dann auch noch von ihrem Stuhl erhob und auf die Tür zuging, lagen meine Nerven blank. Was war jetzt los? Warum wollte sie schon gehen? Leichte Panik stieg in mir auf. Ich brauchte doch meine Perlenketten. Hilfe, was mache ich denn hier alleine? Soll ich jetzt mitgehen? wirbelte es durch meinen Kopf.

Doch so weit kam es nicht. Blitzschnell folgte ihr Frau Yu und hielt sie am Arm fest.
Ein erneuter chinesischer Redefluss startete, bei dem sich am Ende Frau Wang grinsend zu mir wandte und sagte: „Ich habe gerade ein sehr gutes Geschäft für sie abgeschlossen.“

„Ja, erzählen sie.“
Sie nannte mir den Gesamtpreis für die hundert Perlenketten.
„Unglaublich Frau Wang, das ist ja sagenhaft. Wie haben sie das nur hingekriegt?“
Wieder lächelte sie vielsagend und zog ihre Schultern bis fast an die Ohren – was unbeschreiblich komisch aussah.

Beim Abschied vereinbarten wir die fertigen Ketten in einigen Tagen abzuholen. Glücklich über den gelungenen Deal und noch ein wenig erschöpfter – mittlerweile waren wir drei Stunden mit den Perlenketten beschäftigt – machten wir uns auf den Rückweg.

Waren inzwischen zwanzig Minuten, eine, zwei oder gar mehr Stunden vergangen? Angelika wusste es nicht – sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sie saß immer noch auf der Terrasse, mittlerweile bei ihrem dritten Milchkaffee und dem vierten Zigarillo.

Die Frage: Wovon wollen sie eigentlich ablenken? ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Diese komische Beraterin sprach sogar von verbergen. Was um alles in der Welt sollte sie denn verbergen? Und vor wem? Im Grunde genommen fühlte sie sich doch ganz glücklich. Sie trank einen großen Schluck Kaffee und zog genüsslich an ihrem Zigarillo.

Doch früher, so kam es ihr schlagartig in den Sinn, wollte sie eigentlich etwas ganz anderes studieren: nämlich Chemie. Dann wollte sie ihren Doktor machen und die Welt erkunden. Genau wie ihr Onkel – er war immer ihr großes Vorbild.

Meine Güte, in welchen Ländern hat der schon gearbeitet und wie viele hat er schon bereist? Ist er nicht seit zwei Jahren in Brasilien und leitet dort ein großes Chemie- Werk? überlege sie. So viel ich weiß, gehört das zu einem amerikanischen Konzern. Wie habe ich den immer beneidet.

Manfred, ihr Mann

Angelika lernte Manfred kennen, er war Student im zweiten Semester. Da die Chemie zwischen ihnen stimmte, war rasch klar, dass sie zusammenziehen wollten. Kurzerhand orientierte sie sich um und begann ein Lehramts-Studium. Sie zog es schnellstens durch, da schließlich einer das Geld verdienen musste, weil er noch promovieren wollte. Trotzdem – sie wollte jetzt nicht ungerecht sein – sie arbeitet gerne als Lehrerin. Denn sie wollte immer Bildung vermitteln und nie Wissen verkaufen. Mit Buxtehude hatte sie sich auf Dauer auch arrangiert. Allerdings hat sie oft daran gedacht, irgendwann einmal im Ausland zu arbeiten, so für ein oder zwei Jahre. Doch das wollte Manfred nie. Nein, da gehöre ich nicht hin. Ich als Nordlicht will hier nicht weg – das wird auch Zeit meines Lebens so bleiben.

Ende der Diskussion. Welche Diskussion? Wenn sie ehrlich sein sollte, hatte die eigentlich niemals stattgefunden. Erstens hatte sie nie gelernt sich auseinander zu setzen – auch nicht in ihrem Elternhaus – und zweitens wollte sie – harmoniesüchtig wie sie war – den schönen Frieden nicht zerstören.
Doch was hat sie alles für Manfred getan? Sie ist mit zum Segeln gefahren, obwohl Wasser nicht wirklich ihr Element ist. Sie war – auf sein Drängen hin – in der Antarktis, obwohl sie Wärme so liebt und hat prompt den ganzen Urlaub gefroren. Sie ist mit ihm durch all seine skandinavischen Lieblingsländer gereist. Anschließend hat er zwar immer versprochen, beim nächsten Urlaub, fahren wir dahin, wohin du möchtest. Doch dazu kam es nie.
Angelika tanzte nicht nur in Sachen Urlaub nach seiner Pfeife. Es betraf vielmehr, nämlich alle Bereiche ihres Lebens: das Essen, die Einrichtung und sogar ihre Kleidung. Letzten Endes hatte sie gar nicht mehr gewusst, was sie tatsächlich wollte, was ihr Spaß machte und was ihre wirklichen Wünsche waren. Stattdessen hat sie zu allem ‚Ja und Amen gesagt’ und war die nette, angepasste Ehefrau.
Mich hat dann doch fast nur noch Schmuck interessiert, den ich auch noch in Mengen angezogen habe. Vermutlich, weil irgendwas an mir glänzen und schimmern sollte – meine Augen waren es ja schon lange nicht mehr. Und was haben die früher immer gestrahlt? Wie viele Leute haben mich darauf angesprochen.

Angelika fand schon alles sehr traurig.

Frau Wang entdeckte Angelika zuerst auf der Terrasse. „Ach, hallo, da seid ihr ja“, begrüßte sie uns.
„Ist alles in Ordnung mit dir?“
„Ja, klar, wieso nicht?“ 

„Na, du siehst so nachdenklich aus.“
„Das meinst du nur. Alles bestens.“
„Dann ist ja gut. Wo ist eigentlich Ingrid?“
„Keine Ahnung. Ich hatte geglaubt, sie wäre mit euch unterwegs.“

„Ne, war sie nicht. Ich schreib ihr mal eine SMS, dann wissen wir gleich mehr.“
Sekunden später kam prompt ihre Antwort, „bin im Fischmarkt, komme gleich zu euch, Lb Gruß I.“

„Was macht die denn im Fischmarkt?“ Mit großen Augen blickte Angelika uns an. „Und wo ist der überhaupt?“ „Der Fischmarkt ist gleich neben dem Perlenmarkt“, erklärte Frau Wang. „Sicher haben sie den besonderen Geruch bemerkt, als sie auf den Rolltreppen im Perlenmarkt waren.“

„Ja, stimmt, der ist mir aufgefallen“, entgegnete Angelika. Mit winkenden Armen und einem freudigen Gesicht gesellte sich Ingrid kurze Zeit später zu uns.
„Na, wie war es bei euch?“ Ohne jedoch unsere Antworten abzuwarten, schlug sie vor, alles ausführlich beim Essen zu erzählen.

Die Beijing-Ente war köstlich. Frau Wang zeigte uns, wie wir die Kruste in Zucker wenden sollten. Als sie auf meiner Zunge schmolz, stellte sich ein unvergessliches Geschmackserlebnis ein.
Zum Erzählen unserer Erlebnisse kam es an diesem Abend allerdings dann doch nicht mehr. Wir waren viel zu sehr mit dem stilechten Essen beschäftigt, was uns Frau Wang immer wieder demonstrierte.
Außerdem machte sich der Timelag nun vollends bemerkbar und damit die Müdigkeit. Unsere erste Nacht in Beijing war definitiv nicht mehr aufzuhalten, und so träumten wir von Erlebnissen, die uns in dieser großen Stadt wohl noch erwarteten.

Immer wieder Sonntags

Am Sonntag hatte Frau Wang frei und sonntags war Panjiayuan-Markt, ein unbedingtes Sightseeing-Highlight, wie uns Ingrid auf der Fahrt dort hin erklärte.
„Auf dem Markt werden Flohmarktartikel, Souvenirs und vor allem Antiquitäten angeboten. Die Händler kommen am Wochenende aus ihren Dörfern und bieten kleine und große Exponate an. So große Exemplare habt ihr sicherlich noch nie gesehen, das verspreche ich euch. Das ist wirklich der beste Platz, um zu stöbern und vor allem um zu feilschen.“
Ich fand: „Das trifft sich gut, denn ich wollte gerne einen Buddha mitbringen. Den gibt es doch auch, oder?“
„Na und ob. Denkst du an einen Glücks-Buddha?“
„Der wäre für mich genau richtig“, warf Angelika ein, „vielleicht färbt das Glück ja ab.“
„Wieso sollte das abfärben? Und wieso brauchst du eigentlich Glück? So, wie du drauf bist. Dir geht es doch ausgezeichnet“, meinte ich lachend zu ihr.
„Ja, glaubst du wirklich?“ Sie drehte sich stumm zur Seite. Hatte ich etwas Falsches gesagt?

Buddhas so weit das Auge reichte. Die waren teilweise so überdimensional groß, wie ich sie – und da stimmte ich Ingrid hundertprozentig zu – noch nie vorher gesehen hatte. Tief beeindruckt und ganz vorsichtig stieg ich über die vielen Figuren, die ohne ein erkennbares System und völlig chaotisch auf dem Boden standen.

Dann entdeckte ich ihn, den Nega Buddha – es war Liebe auf den ersten Blick, den musste ich haben.

Ein heraneilender agiler Chinese beantwortete meine Frage nach dem Preis, indem er eine Zahl auf seinen Taschenrechner tippte und mir diesen unter die Nase hielt. Der war mir – natürlich – viel zu hoch. Ich wollte zwar unbedingt den Buddha, aber nicht um jeden Preis, also musste ich handeln.

Mit großer Gebärde und einer gespielten Entrüstung eröffnete ich das Spiel ums Feilschen. So schnell wie der Taschenrechner – mit immer neuen Zahlen – zwischen uns hin und hergereicht wurde, konnte man gar nicht gucken. „Du willst ihn schon haben, oder?“ fragte mich Angelika vorsichtig.
„Na, logisch. Ich mach das schon.“
Energisch tippte ich eine Zahl ein und gab dem Händler zu verstehen, dies sei mein letztes Wort.
Seine schauspielerischen Talente waren – zugegeben – nicht schlecht, vermutlich hatte er schon ein längeres Training hinter sich. Er wollte den Preis nicht glauben, fasste sich abwechseln an die Stirn, an den Bauch und schließlich ans Herz. Dazu schüttelte er noch wild und vehement seinen Kopf. Ich setzte meine letzte Waffe ein: Ich ging.
„Kommt mit, mal sehen, ob der jetzt besser versteht, dass das mein endgültiger Preis ist.“
Angelika war leicht verdattert und Ingrid lachte, als wir ganz langsam – denn auch das gehörte zum Spiel – den schmalen Gang hinunter liefen. Prompt rannte uns der Chinese Sekunden später hinterher.

Er sei einverstanden, signalisierte er mit seinem in die Höhe gestreckten Zeigefinger. Zufrieden gingen wir gemeinsam zurück. Er nahm den Buddha, wickelte ihn in Zeitungspapier und brummte dabei auf Chinesisch, das Ingrid grinsend übersetzte mit: „Du bist eine harte Nuss, man kann sich an dir die Zähne ausbeißen.“

„Er ist nicht der erste, dem das auffällt“, lachte ich sie und den Chinesen an, der mir meinen schönen Buddha überreichte.
Der eigentliche Flohmarkt, der sich in der Mitte des von Mauern umgebenen Komplexes befand, hatte es uns besonders angetan.

Lange Reihen, thematisch sortiert, zeigten eine Fülle von Pinseln, Porzellan, Tees, Steine, Bildern gepaart mit viel Kunst und Kitsch. Enge Gänge führten durch dieses Sammelsurium. Es konnten gut und gerne zweitausend Händler sein.

Häufig sahen wir Einheimische, die mitten in ihrem kleinen Verkaufsstand hockten, wie zum Beispiel der Chinese, der auf einem Berg Modeschmuck thronte. Er führte seine Ess- Schale mit der linken Hand zum Mund, um den Inhalt auf kürzestem Weg per Stäbchen in den Mund zu schaufeln. „Meine Güte, das könnte ich nicht“, platzte Angelika heraus. „Auf einem Modeschmuckberg hocken oder so schnell mit den Stäbchen essen?“ fragte ich sie.

„Ich könnte nie in dem ganzen Gewimmel auch noch essen. Da braucht man doch Ruhe und einen anständigen Platz.“

„Ja, du vielleicht, nicht aber der „gemeine Chinese“, wie man sieht.“

Essen & Trinken

Essen, das war Ingrids Stichwort. „Bevor wir in ein Restaurant gehen, sollten wir noch Wasser kaufen. Ihr wisst ja“, jetzt wechselte ihr Tonfall und wurde deutlich strenger, „wir brauchen viel Flüssigkeit.“

Im Supermarkt steuerte Ingrid zielsicher auf ein Regal, wo es Getränke in ganz unterschiedlichen Gebinden gab.
„Bei diesen Temperaturen sollten wir täglich sogar drei Liter Wasser trinken“, belehrte sie uns und wuchtete drei Fünf- Liter-Kanister in den Einkaufswagen. Es war stilles Wasser und dazu noch sehr günstig.

Das Restaurant, mit einladender Terrasse, lag in einem ruhigen Hinterhof. Die flinken Kellnerinnen brachten große Speisekarten mit vielen bunten Bildern, chinesischen Schriftzeichen, jedoch ohne englische Übersetzung.

Das Design der Speisekarte war schon außergewöhnlich, das musste ich zugeben. Hier sprangen mir Kresse, eine Platte mit hochdünn geschnittenem Fleisch und appetitlich dargestellten Pilzen sofort ins Auge.

„Gut, dass du bei uns bist, Ingrid, bei der Speisekarte wären wir sonst hoffnungslos verloren“, lachte ich sie an. „Das machen wir schon. Was wollt ihr denn essen?“ Angelika und ich nannten unsere Wünsche und Ingrid gab diese in fließendem Chinesisch an die Kellnerin weiter. Die schüttelte allerdings nur den Kopf. Ingrid versuchte es wieder. Doch egal, was Ingrid sagte und auf welches Bild sie auch zeigte, die Kellnerin schüttelte unentwegt ihren Kopf.

„Die versteht mich einfach nicht.“ Ingrids Stimme klang verzweifelt. „Und ich verstehe sie nicht. Ich weiß gar nicht, was sie mir sagen will.“

„Das macht gar nichts“, versuchte Angelika sie aufzuheitern, „wir essen ja alles, kannst ruhig irgend was anderes aussuchen. Du machst das schon.“
Und auch der erneute Versuch, unsere Wunschspeisen zu bestellen, scheiterte kläglich. Stattdessen schlug die – inzwischen auch völlig genervte Kellnerin – eine andere Seite der Speisekarte auf und tippte mit ihrem Kugelschreiber heftig auf eine Text-Seite ohne Bilder. „Ahh, es gibt Nudelsuppen. Seit ihr damit auch einverstanden?“ fragte sie uns kleinlaut.
„Klar.“

Was war das denn? fragten meine Kobolde. Wir dachten, sie wäre nahezu perfekt in Chinesisch, jedenfalls tritt sie doch immer so auf und demonstriert das bei jeder Gelegenheit. Nobody is perfect und Chinesisch ist sicher auch eine schwere Sprache, versuchte ich sie zu besänftigen. Ja, sicher aber…

Mein Handy summte und unterbrach ihr Herumgezicke. „Sorry, ich muss mal eben schnell lesen“, entschuldigte ich mich bei den beiden und las meine SMS. Es war die Sekretärin von Dr. Wolf, dem Vice President von ‚International Cosmetics’. Er wolle mich sprechen und sich morgen gegen ein Uhr telefonisch bei mir melden. Sie wünschte mir ein gutes Gespräch und noch einen schönen Aufenthalt.

Was will denn der Vice President von mir? Will der mir jetzt schonend beibringen, dass sie doch keine Perlenketten haben wollen, stattdessen irgendeinen anderen Schnickschnack?

Ich merkte, wie sich meine Stimmung verschlechterte. Warum bist du jetzt sauer? meldeten sich meine Jungs wieder zu Wort. Du weißt doch gar nicht, was er wirklich will. Ob das mit den Perlenketten zusammenhängt, ist doch reine Spekulation. Warte erst mal ab. Der wird dir morgen schon sagen, was los ist. Ich musste zugeben, sie trafen mal wieder den Nagel auf den Kopf. Ich machte mir Gedanken um ungelegte Eier und sollte besser nach guter alter chinesischer Sitte vorgehen ‚in der Ruhe liegt die Kraft’.

„Und, was Schlimmes?“ wollte Angelika wissen.
„Nein, ist alles in Ordnung. War nur eine Freundin, die mir einen schönen Aufenthalt gewünscht hat.“
Warum ich diese kleine Notlüge gebrauchte, konnte ich eigentlich nur mit meiner Intuition begründen.

Ingrid schnappte ihre Handtasche und rief beim Weggehen, „ich muss mal eben für kleine Königstiger, die Toilette wird sicher drin sein, bin gleich wieder da.“
Entspannt saßen Angelika und ich auf den Plastikstühlen und erforschten unsere Umgebung.

„Schau mal die große Reklame da drüben“, rief Angelika entzückt.

Mensch, die hat auch noch nicht mitgekriegt, das es nicht Reklame, sondern Werbung heißt, meldeten sich meine Fach-Kobolde. Jungs, sie ist Lehrerin und keine Kommunikationsberaterin. Ja und? So etwas weiß man doch, gehört schließlich zur Allgemeinbildung. Ruhe. Die sagt wahrscheinlich auch Plomben und nicht Füllungen und Krause statt Dauerwelle. Mensch, jetzt seid ihr aber wirklich oberlehrerhaft. Nochmals Ruhe. Ist ja schon gut.

Ein riesiges Werbeposter zeigte einen großen Topf, der von diversen Zutaten umrankt war: Frischer Kresse, knackig anmutender Pilze und hauchdünn geschnittenem Fleisch. Wir staunten nicht schlecht.

„Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich gerade entdeckt habe“, sagte Ingrid als sie an unseren Tisch zurückkehrte. „Doch“, lachte Angelika laut.
„Wie habt ihr denn herausgefunden, dass dies ein Spezialitätenrestaurant für mongolischen Feuertopf ist?“ „Na, ganz einfach, von der Reklametafel da hinten.“ Das ist ein Werbeposter. Aber macht ja nichts, du bist ja keine Kommunikationsberaterin, die Jungs hatten ihren Spaß.

„Jetzt verstehe ich auch, warum wir manches nicht bestellen konnten. Die Zutaten sind roh und müssen erst im Feuertopf gegart werden“, sagte Ingrid, die endlich wieder lachte.
Und die ist China-Kennerin? fragten mich meine Kobolde. Dieses Mal schenkte ich ihnen keine Beachtung, sondern konzentrierte mich voll auf meine Nudelsuppe. Es war nämlich gar nicht so einfach die flutschigen Nudeln mit den Stäbchen zu essen, das erforderte schon einiges Geschick.

Ingrid entpuppte sich als echte Expertin und hatte – im Gegensatz zu uns – ihre Terrine in Null-Komma-Nichts geleert.

Unsere Kellnerin wollte nicht bei uns kassieren und schickte einen Kollegen.
„Vielleicht ist die schon fertig mit den Nerven, weil wir nicht auf Anhieb verstanden haben, was das für ein Restaurant ist“, witzelte ich.

Ingrid nannte den übersetzten Preis. Da ich für das heutige Bezahlen zuständig war, legte ich die geforderten zwei einhundert Yuan-Scheine auf den Tisch. Der Kellner schrie los. Angelika und ich schauten uns fragend an. Ingrid wiederholte den Betrag, der Kellner schrie noch lauter. Dann nahm er aus seiner Hosentasche einen Fetzten Papier und kritzelte eine Zahl drauf. Ingrid sah die ersten beiden Ziffern – eine zwei und eine acht – sagte dreihundert und ich legte einen weiteren Einhundert Yuan-Schein dazu. Augenblicklich startete der Keller eine Lachorgie, hielt sich den Bauch und tänzelte wie das tapfere Schneiderlein auf und ab. Sein lautes Getöse lockte so viele Kollegen an, dass sich mittlerweile eine ganze Schar um unseren Tisch versammelt hatte.

Und wir verstanden nichts – aber auch gar nichts.
Das Theater erschien endlos lang – mit uns als stummen Akteuren.
Irgendwann hatte der Kellner offensichtlich doch Mitleid mit uns, nahm einen Einhundert Yuan-Schein, ließ die anderen beiden unbeachtet auf dem Tisch liegen, gab uns 72 Yuan zurück und grinste uns Freude strahlend an.

„Was hat das nun gekostet?“ fragte Angelika leicht verwirrt in die Runde.
„28 Yuan, wenn ich jetzt richtig gerechnet habe“, antwortete Ingrid.

„Und warum habe ich dann immer mehr Geld hingelegt?“ fragte ich und konnte mein Lachen nicht verkneifen.
Na, das ist doch wohl klar, ihr Chinesisch ist halt nicht so gut, wie sie immer gesagt hat und wie ihr geglaubt habt, zwitscherten meine Kobolde fröhlich, und Zahlen sind wohl gar nicht ihr Ding, sie waren kaum zu stoppen.

„Meine Güte, der hatte aber auch einen komischen Dialekt, der kommt sicher nicht aus Beijing, sondern bestimmt aus irgend so einem Provinzdorf, deshalb konnte ich den ja auch kaum verstehen.“

„Ist schon klar, Ingrid“, entgegnete Angelika und schaute mich dabei mit einem Augenzwinkern und einem bedeutungsvollen Blick an.
Bevor sich meine Jungs wieder aktiv ins Geschehen einmischten, fragte ich die Runde “Was machen wir denn jetzt eigentlich?“

“Also ich würde mir gerne die historische Altstadt ansehen“, schlug Angelika vor.
„Und vielleicht können wir dann auch mal kurz in so ein Hutong reinschauen. Würde mich schon interessieren, wie das so aussieht“, ergänzte ich ihren Vorschlag.

„Ja, okay, das können wir machen. Dann lassen wir uns mit dem Taxi eben beim Appartement vorbeifahren, um die Wasserkanister abzustellen. Die sind auf Dauer ganz schön schwer, oder?“

„Und wie, ich habe schon ganz lange Arme“, pflichtete ich ihr bei.
„Aber sag mal, Angelika, dein Wasser-Kanister ist ja richtig leise.“

„Wieso ist mein Kanister leise?“ Sie guckte mich entgeistert an.
„Weil nichts klimpert und klappert.“
„Ach so, das meinst du. In der Hektik heute Morgen habe ich vergessen etwas anzulegen.“

„Was, du vergisst deine Klunker?“ Ingrids Stimme wirkte eine Spur fassungslos, „Angelika, was ist los mit dir?“ „Nichts, alles in Ordnung. Aber über das Thema möchte ich nun wirklich nicht sprechen.“

Jetzt war es Ingrid, die bedeutungsvoll dreinblickte – ich konnte sie verstehen, denn auch mir war Angelikas Reaktion, auf diese spaßig gemeinte Frage, nicht klar.

Den Eingang zur Altstadt schmückte ein bunt bemaltes Holztor. Laute Musik dröhnte … Teil 4 gibt’s beim nächsten Mal.

 
 
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