Mein Schiff 3 – Mittelmeer-Kreuzfahrt: Mykonos & Santorin

Mykonos

„Guten Morgen liebe Gäste, heute wird ein schöner Tag. Mittags werden 26 Grad erreicht und das weltoffene Mykonos wartet darauf von ihnen entdeckt zu werden. Ich wünsche ihnen einen recht schönen Tag, ihr Kaptain Tom!“

Bei dieser netten Begrüßung, die Aussicht auf tolles Wetter und eine für mich unbekannte Insel macht meine Vorfreude groß. Aus dem vielfältigen Ausflugsangebot habe ausgewählt: „Mykonos für Genießer“, ich finde, das passt perfekt zu mir.

Da Mein Schiff 3 nicht direkt in dem kleinen Hafen festmachen kann, werden wir mit Tenderbooten auf die Insel gebracht.

Tenderboot auf Mykonos
Tenderboot auf Mykonos
Tenderboot auf Mykonos
Tenderboot auf Mykonos
Tenderboot auf Mykonos
Tenderboot auf Mykonos
Am Hafen von Mykonos
Am Hafen von Mykonos

Mykonos befindet sich im zentralen und südlichen Teil des Ägäischen Meeres.  Sie ist nur 86qm groß und zählt zu den populärsten Reisezielen – die Prominente wie Madonna, Lady Gaga, Mick Jagger und Sophia Loren bisher besucht haben. Es leben 10.000 Einwohner auf Mykonos, im Hochsommer werden es mitunter mehr als 1 Mio. Besucher.

Mykonos
Mykonos

 

Despina heisst unsere griechische Reiseleiterin, die die kleine Gruppe von 12 Leuten begleitet. Sie ist auf Korfu geboren, lebt in Athen und hat ihre sehr guten Sprachkenntnisse in Deutschland erworben. Schon beim Bummel entlang des Hafens sehe ich die einzigartige Architektur und kann einen Blick in die engen Gässchen werfen.

Mykonos
Mykonos

Unser Busfahrer heißt Lucas, ein sehr gemütlicher älterer Herr, den so schnell nichts aus der Ruhe zu bringen scheint. Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp erklärt uns Despina einige Hintergründe zu Mykonos. Die steinernen Mauern stammen aus der Venezianischen Zeit und sind sehr typisch für die Insel, einerseits um die Grundstücke abzugrenzen, andererseits aber auch zum Schutz gegen Steinschlag .  Die weiß getünchten Häuser und Gässchen, die man auf einigen griechischen Inseln findet, haben einen sehr praktischen Zweck: Im Sommer ist es durch die dicken Wände angenehm kühl und im Winter ist die Wärme eingelagert sozusagen.

Es herrscht notorischer Wassermangel, so dass man überall Zysternen und Entsalzunganlagen sieht. Das scheint auch die „einzige Krise“ auf Mykonos zu sein, denn von der tatsächlichen griechischen Wirtschaftskrise ist hier nichts zu spüren, wie Despina bestätigt – ganz im Gegenteil.

Unser erster Stop: Assimomitis –  das kleine Weingut wird  von der Familie geführt und produziert seine Weine und andere Produkte nach traditioneller Methode. 

Herzlich willkommen im Weingut Assimmomitis
Herzlich willkommen im Weingut Assimmomitis
Weingut auf Mykonos
Weingut auf Mykonos
Weingut auf Mykonos
Weingut auf Mykonos

Und jetzt darf probiert werden! Der Wein und alle anderen Produkte stammen aus biologischen Anbau: Tomaten, Gurken, Karpern, Feta und natürlich der Wein! Außerdem gibt es „Lusa“, das ist geräuchertes und hauchdünn geschnittenes Schweinefleisch.

Niko, der Weingutsbesitzer, erzählt uns, dass er seinen biologischen Wein ganz besonders „behandelt“: er lässt klassische Musik spielen, das bekommt, wie er meint, den niedrigen Rebstöcken ausgesprochen gut.

Weingut auf Mykonos
Weingut auf Mykonos

Und in der Tat schmeckt mir „das Töpfchen“ – bzw. es sind 3 unterschiedliche, die wir probieren dürfen – ausgesprochen gut! Liegt es nun an der Musik, dem Wind, dem Boden oder der Sonne? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht und auch Niko zuckt nur mit den Schultern auf meine Frage. Aber egal, er hat eine wunderschöne dunkelrote Farbe, er riecht sehr fruchtig  und schmeckt angenehm weich und warm. Ganz offensichtlich nicht nur mir bzw. uns, sondern auch anderen Weinliebhabern, denn Niko exportiert einen Großteil seiner jährlich produzierten 16.000 Flaschen.

Beseelt und bestens gelaunt steigen wir in den Bus, der uns zum 2. Stopp bringt und zwar nach Ornos! Das Örtchen liegt etwa 2km südlich der Hauptstadt! Das besondere an diesem malerischen Ort ist der Hafen, er liegt geschützt in einer Bucht – und der Blick von oben ist einfach fantastisch!

Der Hafen von Ornos auf Mykonos
Der Hafen von Ornos auf Mykonos

Von kleinsten Fischerbooten bis hin zu Luxusjachten, hier ist vor allem im Hochsommer so ziemlich alles vertreten. Despina erzählt uns, dass Ornos gerade im Sommer ein sehr beliebter Ferienort ist, der weiße ganz weiche Strand ist traumhaft, das Meer ist kristallklar und schimmert türkisfarben, kaum Wellen und ganz flaches Wasser. Einheimische sagen: „Es ist der Himmel auf Erden“ – wie schön, dass ich den nun auch gesehen habe.

Auf dem kurzen Spazierweg zu unserem nächsten Stopp kommen wir auch an dem 5-Sterne -Luxus-Resort von Mykonos vorbei, dem Santa Marina!  

Santa Marina auf Mykonos
Santa Marina auf Mykonos

Die sogenannten „Taubenhäuser„, die man überall auf Mykonos findet, sind in diesem Resort in Luxus-Apparments umgebaut. Kunstvoll verziert mit kleinen Türmchen stammen sie aus der Zeit der Venezianer.

Taubenhaus auf Mykonos
Taubenhaus auf Mykonos

Mein Landausflug heisst ja „Mykonos für Genießer“ und daher geht es zum nächsten „Schlemmerereignis“, mit fantastischem Blick aufs Meer.

Mykonos
Mykonos
Mykonos
Mykonos

„Selbstgemachtes“, aus eigenem Anbau kann man hier nicht nur essen, sondern auch kaufen, ob Olivenöl, Marmelade oder Dips.

Aber natürlich gibt es auch eine gut gefüllte Bar mit einer großen Auswahl an Weinen, alkoholischen Getränken und Uzo, der natürlich als Abschluss bei keinem griechischen Essen fehlen darf.

Mykonos
Mykonos

Verschiedene Inselspezialisten – eben typisch, griechisches Essen: Tzaziki, Bauernsalat mit Feta, in Bierteig gebackene Zuccinis &  Auberginen,  Schweinefleisch, Lammfleisch (sieht zwar nicht so toll aus, schmeckt aber super lecker), Salat mit Kapern, Blätterteig mit Spinat & Kräutern, Kartoffelecken, dazu ein Glas Wein und/oder Uzo, wer möchte!

Für das Dessert wechseln wir erneut die Location und finden uns  bei „Matsouka’s“ in der Mando Square wieder, einer winzigen Konditorei, die es seit 1959 auf der Insel gibt. Bekannt ist sie vor allem für ihre Trockenfrüchte und Nüsse. Hier gibt es ein Stückchen Mandelkuchen und einen typischen Likör, zugegeben, diese Kombination ist echt schmackhaft, hätte ich so nicht gedacht. Der kleine Laden ist bis unter die Decke vollgestopft mit allerlei Leckereien, ich habe Pistazien probiert und prompt ein Tütchen gekauft, weil sie so aussergewöhnlich frisch und schmackhaft sind.

Konditorei auf Mykonos
Konditorei auf Mykonos

dessert

Meinen Mykonos-Ausflug möchte ich gerne mit einem Spaziergang beenden, kommt mit, ich lade Euch herzlich ein, hier könnt Ihr auch Despina hautnah erleben, wie sie uns die Süßigkeiten erklärt.

Ein erlebnisreicher Tag neigt sich dem Ende, mit dem Tenderboot gehts zurück auf Mein Schiff, so kann ich noch einen letzten Blick auf Mykonos werfen. Mir hat der Landausflug sehr gut gefallen, Mykonos ist eine Reise wert, ob unbedingt im Hochsommer, muss jeder für sich entscheiden, ob er Trubel mag oder eher etwas mehr Ruhe möchte.

Tenderboot auf Mykonos
Tenderboot auf Mykonos

Santorin

Um 7:00 Uhr legt Mein Schiff 3 vor Santorin an, allerdings nicht direkt am Pier, sondern – wie auch schon auf Mykonos – werden wir Gäste mit Tenderbooten an Land gebracht. Da für mich die Insel auch Neuland ist, habe ich den Landausflug „Santorin an einem Tag“ gebucht. 

Santorin ist die südlichste Insel der Kykladen, oft wird sie auch Santorini oder auch Thira (so heißt sie auf griechisch) genannt. Ihre Form, sie gleicht einer Sichel, ist durch Vulkanausbrüche entstanden, davon hat es gleich mehrere gegeben, der letzte war – Gott sei Dank – schon vor über 3.600 Jahren. Die Insel ist durch ihre bis zu 300 Meter hohen Kraterwände eine der ungewöhnlichsten Inseln der Welt, so ist überall zu lesen und manche Ort sind direkt in die Steilhänge gebaut. Ich bin sehr gespannt.

Und schon eine Viertelstunde später geht es vom Tenderhafen „Athinios“ los,  dort warten neben dem Bus, Stefi, die Reiseleiterin und Antonis, der Busfahrer. Stefi, ist eine auf Santorin lebende Holländerin, die sehr gut griechisch spricht, soweit ich das beurteilen kann und mich an Rudi Carell erinnert. Sie hat auf jeden Fall sehr gute Laune und ist auffallend fröhlich. Ich glaube, das ist für den heutigen Tag eine sehr gute Mischung, denn der Wettergott scheint es nicht besonders gut mit uns zu meinen. Dunkle Wolken zeigen sich am Himmel als wir mit dem Bus die spektakuläre serpentinenreiche Fahrt zur Ausgrabungsstätte „Akrotiri“ befahren. Wie gut, dass eine Halle über der Ausgrabungsstätte ist, denn ist es kalt!

1967 hat ein Archäologe die Stadt der Kykladenkultur entdeckt, die zu ihrer Blütezeit durch einen Vulkanausbruch verschüttet wurde. Nach vierzig Jahren kontinuierlicher Grabung hat man nur knapp 2 Hektar der wesentlich größeren Stadtfläche freigelegt. 

Santorin - Ausgrabung
Santorin – Ausgrabung

Stefi nimmt uns mit auf einen Rundweg und weiß viel Spannendes zu den Überresten zu erzählen. Die Häuser, die nicht mehr unter dem Staub und der Asche verborgen sind, lassen erahnen, wie es damals hier ausgesehen haben mag. Teilweise kann man sogar auf den Straßen, sozusagen zwischen den Häusern gehen.

Santorini - Ausgrabungen
Santorin – Ausgrabungen
Santorini Ausgrabungen
Santorin Ausgrabungen
Santorini Ausgrabungen
Santorin  Ausgrabungen
Santorin - Ausgrabung
Santorin – Ausgrabung

Das Pompeii der Ägäis“ wird diese faszinierende Ausgrabungsstätte auch genannt,  wobei erst knapp 6 % der gesamten Stadt freigelegt werden konnte, die Arbeiten dauern an. Interessant ist auch, dass die Funde teilweise dort belassen wurden, wo man sie ausgegraben hat. 

Santorin - Ausgrabung
Santorin – Ausgrabung

Wir waren insgesamt 2 Stunden hier, dank Stefi haben wir viele Details zu den Häusern und vom Leben der Menschen mitbekommen – ohne Reiseführer ist dies wahrscheinlich ein wenig schwierig, da es leider keine erklärenden Hinweis-Tafeln gibt.

Voller positiver Eindrücke komme ich aus der Ausgrabungs-Halle und  kann meinen Augen nicht trauen: regnet es? Nein, es  regnet nicht, es schüttet, und zwar wie aus Eimern! Und das bleibt den ganzen Tag so! Dabei steht noch so vieles auf unserem Ausflugsprogramm: Der Aussichtspunkt Profits Ilias, das Weingut Santos, die malerischen Orte Oma und Thora und nicht zu letzt die Fahrt mit der Seilbahn, die uns wieder zum Tenderboot bringt.

Nein, ich habe keine Fotos gemacht und nein, den Tag konnte ich nicht wirklich genießen. Daher bitte ich um Verständnis, dass es keine weiteren Bilder oder Videos zu Santorin gibt, die sind – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Wasser gefallen. Wahrscheinlich muss ich noch einmal die Insel besuchen und dann bei strahlendem Sonnenschein die weißen Häuser mit den blauen Kuppeln aufs Foto bannen!

So, nun geht’s wieder zurück auf „Mein Wohlfühlschiff“, den Abend in der X-Lounge bei einem Glas Rosé Champagner und Suhis genießen!

Mein Schiff - X-Lounge Rosé Champagner und Sushis
Mein Schiff – X-Lounge Rosé Champagner und Sushis

 

Bis zum beim nächsten Mal, dann gibt es einen weiteren Teil meiner Mittelmeer-Kreuzfahrt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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