Mein Schiff 3 – Karibik Kreuzfahrt: Aruba – Curaçao – Grenada

Aruba

Aruba

Wie schon berichtet, habe ich die Einfahrt nach Oranjestad, der Hauptstadt von Aruba, vom Deck aus beobachtet. Ich war sehr gespannt, was mich auf dieser Insel so alles erwartete. Flach sieht es hier aus, kein Wunder, die höchste Erhebung ist gerade mal 188m hoch, dieser „Berg“ heisst Jamanota.

Aruba ist eine der ABC-Inseln und hat einen sehr netten Wahlspruch, wie ich finde: Aruba – One happy island. Da Mein Schiff 3 direkt am Pier der Hauptstadt anlegte, konnte ich sehr bequem zu Fuß in die Stadt laufen und diese auf eigene Faust erkunden.

Aruba
Aruba

Die farbenfrohen Häuser sind im holländischen Kolonialstil errichtet, alles wirkt bunt und fröhlich. In den meist sehr noblen Geschäften sind fast alle Designer-Marken vertreten, entsprechend sind die Preise, aber glücklicherweise ist hier ja „Duty Free Zone“.

Die farbenfrohen Häuser im Kolonialstil
Die farbenfrohen Häuser im Kolonialstil

Außerdem gibt es ein Touristenzentrum, ein Spielkasino, sehr schicke Hotels und einige Restaurants mit American Touch.

Hard Rock Café
Hard Rock Café

Boote

Zugegeben, es wirkt schon alles ein wenig künstlich, daher war ich sehr froh, dass ich am Nachmittag die Insel per „Partybus“ erkunden konnte

Der sogenannte „Partybus“ ist zunächst einmal nur ein sehr üppig bunt bemalter Bus, die „Party“ wird dann offensichtlich später steigen.

Mit dem "Partybus" on Tour
Mit dem „Partybus“ on Tour

Es ging zur Casibari Felsformation, ein Buschland mit Kakteen, die die Felsen umgeben.  Zur Alto Vista Kapelle gelangten wir anschließend in nördlicher Richtung, sie steht auf einem Plateau nahe der Küste. Innen ist sie reich mit vielen Blumen geschmückt und auch von außen hübsch anzusehen.

Nach ca. 15 Minuten Fahrt steht der  Leuchtturm  El Fargo Blanca vor uns! Ein Schiff Namens „California“ havarierte ca. 1890 den Turm, so dass dieser jetzt „California Lighthouse“ genannt wird, die Aussieht ist auf jeden Fall atemberaubend. Unterhalb ist ein kleiner naturbelassener Strand und ein italienisches Restaurant.

California Lighthouse
California Lighthouse

Mit Snacks konnte man sich auch hier versorgen.

Hier gab es Snacks
Hier gab es Snacks

Ritz-Charlton, Aruba Marriott Resort, Hyatt Regency Resort, Hilton Aruba, RIU Palace, Occidental Grand Aruba Resort und noch mehr dieser wirklich traumhaft schönen 5 Sterne Luxus-Hotels sind auf der Insel vertreten – und alle sehr nobel und elegant angelegt.

RIU Palace Aruba
RIU Palace Aruba

Schöne lange Sandstrände konnte ich im westlichen Teil der Insel ausmachen, sie sind in der Tat, wie aus dem Bilderbuch.

Der Eagle Beach zählt zu den 10 schönsten Stränden der Karibik, was ich sehr gut verstehen kann. Hier stehen auch die Divi-Divi-Bäume, die nicht nur Schatten spenden, sondern auch das Wahrzeichen von Aruba sind. Sind sie nicht unglaublich eindrucksvoll?

Divi-Divi-Baum Aruba (Quelle TUI Crusises)
Divi-Divi-Baum Aruba (Quelle TUI Crusises)

Aber auch Palm Beach gehört zu den renommierten Adressen – und genau hier legte meine kleine „Partybus-Reisegruppe“ einen Strandstopp ein. Wunderbar, denn es gab neben ausreichend Liegen und Sonnenschirmen auch diverse Restaurants und verschiedene Wassersportangebote – und nicht zu vergessen, den Traumblick auf das türkisfarbene karibische Meer. 

Palm Beach auf Aruba
Palm Beach auf Aruba

Grossepalme

Nach gut 2 Stunden am Beach zeigte der Bus nun wahrlich seine Qualitäten als „Partybus“, jetzt waren alle Scheiben zur Seite geschoben. Jeder Gast bekam eine kleine Rassel und die Musik war bis zum Anschlag aufgedreht. Unser sehr fröhlicher Fahrer und der gesamte Bus stimmten in den „Gesang“ ein – war ich anfangs noch etwas verhalten, was sich aber nach gut 10 Minuten gab und ich ebenso mitsang.

Lautstark und mit sehr gut gelaunten Gästen fuhr der „Partybus“ uns zum Schiffs-Pier, was auch auf den Decks für ordentlich Aufmerksamkeit sorgte!

Der Party-Bus bringt uns zurück an Board von Mein Schiff 3
Der Party-Bus bringt uns zurück an Board von Mein Schiff 3

Mir hat die kleine Insel sehr gut gefallen! Die Strände sind genauso, wie man sich die Karibik vorstellt. Die bunten Häuschen von Oranjestad  die natürliche Vegetation, die Kakteen, Aloepflanzen, die Divi-Divi-Bäume und nicht zu vergessen, die raue Landschaft im Nordosten – all das macht schon den besonderen Reiz von Aruba aus.

 

Curaçao

Am nächsten Morgens erreichten wir Curaçao und hatten einen wunderschönen Blick auf Willemstad, wo Mein Schiff 3 direkt in der Hauptstadt vor Anker ging.

Der Blick auf die Stadt
Der Blick auf die Stadt von Deck der Mein Schiff 3
Willemstad
Willemstad (Quelle TUI Cruises)

Die Insel, so hatte ich mir ganz fest vorgenommen, wollte ich dieses Mal auf andere Art entdecken, also buchte ich „Curaçao Pirate Bay per Bike“, ein wirklich ambitioniertes Ziel, wie sich später noch herausstellen sollte. Ausgestattet mit Helm, Wasser und einem spitzen Mein Schiff-Fahrrad gings mit unserem sportlichen Mein Schiff-Fahrrad-Guide und einer ebenso sportlichen und Fahrrad begeisterten Gruppe los.

Auf gehts per Fahrrad
Auf gehts per Fahrrad

Die Swinging Old Lady, wie die schwimmende Brücke heisst, die die Stadtteile Otrobanda und Panda verbindet, mussten wir allerdings zu Fuß überqueren.

Die Swinging Lady
Die Swinging Lady

Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die wirklich zauberhaften Häuser, die im niederländischen Kolonialstil erbaut sind. Was war das für ein farbenfroher Anblick – sie gehören übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Durch die engen Gassen der Altstadt fuhren wir dann los, Rad nach Rad – nebeneinander zu fahren, war nicht möglich, da die Gassen zu eng waren. Laut lachende Kinder begrüßten uns und winkten unserer Gruppe hinterher. 

Mit dem Fahrrad durch die Altstadt
Mit dem Fahrrad durch die Altstadt

Einige Hunde schossen plötzlich aus ihren Verstecken uns entgegen und erschreckten uns mit ihrem Gebell. „Die sind harmlos und tun euch nichts“, versicherte unser Guide – und er hatte recht, denn es ist nicht passiert.

Einen ersten Stopp legten wir an den schwimmenden Märkten ein, hier verkauften die Händler ihre Waren direkt vom Boot aus – meist fangfrischen Fisch, Früchte und Gemüse. Wenige Minuten später erreichten wir die Markthalle und hatten Zeit für einen kurzen Bummel, um die Stände der Einheimischen anzuschauen.

Unmittelbar daneben liegt das „Plasa Bieu“, hier bereiten die Frauen über offenem Feuer das Essen nach alten Rezepten zu.

Hie wird gekocht!
Hier wird gekocht!

Auch wenn ich nicht jede Zutat auf Anhieb erkennen konnte, die Teller waren auf jeden Fall ordentlich gefüllt. Offensichtlich ist das Restaurant sehr beliebt, denn es war sehr gut besucht und viele saßen an den langen Tischreihen und genossen ihr Essen.

In der Küche
In der Küche

Bevor wir unsere „Über-Land-Tour“ starteten, radelten wir zurück in Richtung der „Swinging Old Lady“ und besichtigten unterwegs das Fort Amsterdam, die größte und bedeutendste Festung auf Curaçao. Gemäß der Geschichte sollte die Festung die Hafeneinfahrt bewachen, heute enthält sie das Parlament, das Ministerium, eine Kirche und ein Museum.

Unser nächstes Ziel: Die Pirate Bay, an der ein längerer Badeaufenthalt lockte. Doch zuvor musste ordentlich in die Pedale getreten werden, denn hier und da gab es steilere Anstiege, um dann wieder in rasante Abfahrten überzugehen. Schnell teilte sich die Gruppe in drei Hälften, die ersten, direkt hinter dem Guide, die guten Mitfahrer und die etwas langsameren, die auch dann noch fuhren, wenn die anderen schon längst da sind.

Mit dem Fahrrad auf Tour
Mit dem Fahrrad auf Tour

Ich gehöre zu der mittleren Gruppe und freute mich aber immer, wenn wir einen Stopp machten, um zum Beispiel irgendwo eine neue Flasche Wasser zu kaufen, da der Vorrat längst verbraucht war. So ging es weiter über einsame Wege mit wunderschöner Natur und genauso über gut ausgebaute Straßen, die wir im Konvoi hintereinander befuhren.

Und dann endlich sahen wir den tollen Strand, der nicht nur zum Schwimmen und Sonnen einlud. Auch zum Tauchen, für Bootsausflüge und zum Schnorcheln ist er ein ideal und direkt am Wasser ist das Restaurant, das gelegen, das mit leckeren Snacks und kleinen Gerichten lockt. Doch für mich hiess es jetzt erst einmal „ab auf die Liege und relaxen.“

Die Pirate Bay
Die Pirate Bay

Dabei kam mir das schrille Kaltgetränk der Achtziger Jahre in den Sinn: Blue Curaçao wer kennt es nicht mehr?! An den Geschmack habe ich nur noch sehr wage Erinnerungen, aber dieses Blau hat sich bei mir eingebrannt. Und richtig, die Farbe ist auf der Insel allgegenwärtig, am Himmel, im Meer, auf Flaggen und auf Häusern – dieses Blau hob die Stimmung und machte richtig glücklich. 

Entsprechend ausgeruht war ich, als wir wieder zu unserem Schiff los radelten. Hier und da gab es noch ein paar weitere beachtliche Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel dieses Denkmal: Die Sklaverei wurde offiziell 1863 verboten. Die  drei Bronzefiguren solenl an die dramatischen Situationen der Menschen in Ketten erinnern und an ihre Befreiung. Die Unesco hat dies so gewürdigt:

 

Unesco
Unesco

Unesco

Außerdem erfuhren von unserem Mein Schiff-Fahrrad-Guide welche Tiere in dem Mangroven-Gebiet beheimatet sind und wie die unterschiedlichen Pflanzen heissen. Dass „er“ eigentlich Biologe ist, merkte man spätesten jetzt, ein echt klasse Guide!

Nach insgesamt fünf Stunden war der Bike-Ausflug zu Ende – schade! Ich habe viel gesehen, was ich sonst sicher nicht erlebt hätte. Mein Fahrrad gab ich zurück an die Mein Schiff-Fahrrad-Crew, sie reinigten alle Räder und machten sie wieder fit für die nächste Tour – ein perfekter Service!

Grenada

Nach einem entspannten Seetag legte Mein Schiff 3 am nächsten Morgen in St. George’s,  im Südwesten der Insel Grenada an. Grenada gehört zu den „Inseln über dem Wind“ und – das konnte ich schon von Deck aus erkennen – üppig grün.

welcome

Aus dem umfangreichen Ausflugsangebot habe ich mich für die Ganztagestour entschieden. Gemeinsam mit einer nicht allzu großen Gruppe wurden wir am Bus von einer schon quirlig aussehenden Reiseleiterin begrüßt. Und das war sie auch. Renate, meine Namensvettern, stammte aus Hamburg und lebte seit 15 Jahren auf der Insel. Entsprechend viel konnte sie uns über Land, Leute, Eigenarten und Anekdoten erzählen.

Hafen

 Langsam schob sich der Bus die steile Straße hoch, vorbei ging’s an malerischen Kolonialhäusern und schönen, historischen Lagerhäusern und der Kaipromende, wo es recht betriebsam zuging. 

Grenada's Meer
Grenada’s Meer
Die Landschaft zieht an uns vorbei
Die Landschaft zieht an uns vorbei

Auf kurvenreichen Straßen – mit Linksverkehr – erreichten wir „Bay Garden“ einen Botanischen Garten. Auf diesem fruchtbaren vulkanischen Boden, wurden eine ganze Menge Gewürzpflanzen und Blumen zusammengestellt, die hier auf relativ kleiner Fläche in den schönsten Farben erstrahlen.

Der Botanische Garten
Der Botanische Garten
Üppige Pflanzen
Üppige Pflanzen
Im Botanischen Garten
Im Botanischen Garten

RoteBlume

Grenada wird auch die „Gewürzinsel der Karibik“ genannt und so war es nicht verwunderlich, dass man überall die betörenden Düfte von Muskat, Zimt, Lorbeer, Nelke oder Vanille in der Luft erschnuppern konnte. Zwischendurch im Bus erzählte Renate immer mal wieder von ihrem Leben auf der Insel. Sie hätte schon vieles gemacht, Toiletten geschrubbt und für Passagiere auf noblen Segelschiffen gekocht. Anfangs unterstützt von ihrem Mann, der aber nun verstorben war, sie alleine lebte und neben den begleitenden Touren auch ihre selbst gemalten Bilder am Stand verkauft. Ihr Leben gefalle ihr gut, nur krank werden, dürfe man auf der Insel nicht. Sie berichtete von wirklich abenteuerlichen Zuständen in den Krankenhäusern, für Wäsche und Essen müsse man selber sorgen und könne froh sein, wenn man gesund bzw. geheilt entlassen wird. Wie gut haben wir es doch bei uns in Deutschland, schoß es mir bei ihren Erzählungen durch den Kopf.

Die Muskatnuss – oder das schwarze Gold – ist das wichtigste Erzeugnis auf der Insel, folgedessen sah man sie überall wachsen, verarbeitet wird sie z.B. in Gouyave, dem zweigrößten Ort auf Grenada. In der Muskatnussfabrik ging es sehr ruhig zu. Gemeinsam mit Renate konnten wir uns überall frei bewegen, so dass sie uns die einzelnen  Verarbeitungsschritte zeigen konnte.

Anlieferung der Muskatnüsse
Anlieferung der Muskatnüsse
In der Muskatnuss-Fabrik
In der Muskatnuss-Fabrik

Die Frauen waren damit beschäftigt, die getrockneten Samen nach ihrer Güte zu sortieren.

In dem darüber liegenden Stock waren die angelieferten Muskatnüsse auf riesigen Trockengittern ausgelegt.

Hier trocknen die Muskatnüsse
Hier trocknen die Muskatnüsse
Hier wird mit Mundschutz gearbeitet
Hier wird mit Mundschutz gearbeitet

Einige Arbeiterinnen trugen Mundschutz und Renate erklärte, dass sie diesen zur Vorbeugung trugen. Denn die Muskatnuss beinhaltet einen Inhaltsstoff, der das Gehirn benebelt und die Denkleistung beeinflussen kann, dank des Mundschutzes atmen sie weniger Muskatnuss-Staub ein.

Die Nüsse mit Schale, so erfuhr ich, sind über Jahre haltbar, im Gegensatz zu denen ohne Schale, die es bei uns zu kaufen gibt. Die frische Nuss hat eine grüne Schale und innen eine Art rotes Fadengeflecht.

Muskatnüsse
Muskatnüsse

Die „Fäden“ sollen angeblich ideal für Eintöpfe sein – ich werde es ausprobieren. Daher habe ich mich natürlich mit Muskatnüssen bevorratet.

Hier werden die Säcke zum weltweiten Versand vorbereitet
Hier werden die Muskatnüsse für den weltweiten Versand vorbereitet

Zum Mittagessen fuhren wir zur Belmont-Kakaoplantage, wo uns ein sehr leckeres, landestypisches Buffet erwartete.

Die Schokoladenplantage
Die Schokoladenplantage

 Anschließend besichtigten wir die Produktionsanlagen, in denen die Kakaobohnen verarbeitet wurden. In den kleinen Geschäfte gab es heimische Produkte zu kaufen und auch die Schokolade, natürlich habe ich sie probiert – einfach lecker!

Frisch gestärkt fuhren wir zur ältesten Rumbrennerei von Greneda.

Die Rumfabrik
Die Rumfabrik
Die Rumfabrik
Die Rumfabrik

Renate entpuppte sich als wahre Rumexpertin und konnte uns die Produktionsvorgänge bis ins kleinste Detail erklären. Und auch hier gab es eine Verköstigung – allerdings bei dem 60%igen Rum musste ich passen, das waren mir dann doch zu viel Umdrehungen.

Rum
Rum

Durch den Regenwald fuhren wir anschließend zum Grand Etang National Park, dem größten Naturschutzgebiet der Insel. Bereits am Eingang wurden wir von einer abenteuerlich gekleideten „Band“ begrüßt, die zwar immer den gleichen Song spielte, aber für Stimmung und Aufmerksamkeit sorgte und zum Mitmachen anregte.

Die "Big Band"
Die „Big Band“

So drückten sie auch mir die Rasseln in die Hand und flugs war ich ein Teil der Band und konnte nur noch mitmachen.

In diesem Nationalpark sind unzählige Palmenarten vertreten, überall sah ich tropische Bäume und riesige Baumfahne. Auch Affen habe ich angetroffen und zwar die Mona Affen, die recht selten sein sollen und gerne von den Touristen mit Bananen gefüttert wurden.

Es gab verschiedene Wanderwege um dieses Naturschutzgebiet zu erkunden, von denen ich eine 45-minütige Tour wählte. 500m über dem Meeresspiegel und mitten im Regenwald, was für eine faszinierende Natur. Vor allem der Blick auf den Kratersee ist wild romantisch. Zugegeben, der Etang Nationalpark ist die begehrteste Sehenswürdigkeit auf Grenada, entsprechend viele Menschen trifft man hier. Aber, der Ausflug ist so aussergewöhnlich schön und die Natur so unbeschreiblich, dass sich dieser Abstecher auf jeden Fall lohnt.

 

Unsere Fahrt ging weiter zum Annandale Wasserfall, dem wohl bekanntesten auf der Insel. Auf dem Weg dorthin warteten schon die Souvenir-Verkäufer und boten ihre Waren an, unter anderem hübsche Gewürzkörbchen, an denen ich allerdings vorbei ging, da ich mich ja bereits in der Muskatnussfabrik eingedeckt hatte.

Wasserfall auf Grenada
Wasserfall auf Grenada

Auf sehr gut angelegten Pfaden durch den Wald gelangen wir dann nach kurzer Zeit zum Wasserfall.

Renate

Junge Männer standen an den Klippen und stürzten sich wagemutig in den natürlichen Pool.

Klippensspringer
Klippensspringer

Und das machten sie wieder und wieder, wenn man ihnen etwas Trinkgeld in die Hand drückte. Renate kannte sie alle und wurde freundlich von ihnen begrüßt. „Ja,“ sagte sie, „ihr müsst aufpassen, die Männer hier sind zu vielen Frauen sehr, sehr nett, wenn ihr versteht, was ich meine.“

Zurück im Bus erzählte Renate, dass der Hurrikan „Ivan“ 20014 mit fast 260 Stundenkilometer über die Insel hereingebrochen war, 24 Todesopfer forderte und eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Die meisten Bewohner wurden obdachlos. An manchen Stellen sah man noch die Ruinen, die der Hurrikan hinterlassen hat. Aber Gott sei Dank ist inzwischen vieles wieder aufgebaut.

Die Fahrt zurück zum Schiff ging recht langsam, da die Strassen voller Autos waren. Ein Grund dafür war eine große Beerdigung, die ich auf Anhieb nicht als solche erkannte.

Eine Beerdigung
Eine Beerdigung

Renate klärte uns auf, das Beerdigungen auf Grenada ein großes Ereignis sind, bei dem nicht nur die Familie, sondern auch Nachbarn, Freunde und Freunde der Freunde anwesend sind. Alle hatten sich chic gemacht und trugen ihre beste Kleidung. Außerdem hörte ich Musik und sah lachende Menschen – eben ganz anders, als bei uns.

Pünktlich trafen wir am Melville Street Cruise Terminal ein und konnten von Deck aus Abschied von Grenada nehmen – was für eine abwechslungsreiche Insel, die uns durch Renate so eindrucksvoll näher gebracht wurde. 

Mein Schiff 3 verlässt den Hafen  von St. George's.
Mein Schiff 3 verlässt den Hafen von St. George’s

 

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