Brasilien – Auf Märkten & Ilha de Mare

Unterwegs in Bahia

Edgar hat mir heute „pulsierenden brasilianischen Alltag“ versprochen, ich bin gespannt und freu mich sehr. Doch bevor ich im Stadtteil Periperi die bunten Strassenmärkte erleben darf, mache ich einen Abstecher in die wunderschöne Kirche, bei der gerade eine Messe zu Ende geht.

Kirche in Bahia
Kirche in Bahia

An der Seite von Edgar schlendere ich nun durch die Gassen und von Stand zu Stand und lasse mir alles ausführlich erklären. Im nächsten Vorort besichtigen wir dann eine große Markthalle mit Fisch, Fleisch, Bekleidung und eigentlich allem, was man bei uns in einem Kaufhaus bekommt. Der Obst- und Gemüsemarkt, über den wir anschließend gehen, ist der größte in Bahia und wirklich sehr eindrucksvoll!

 

Die Insel

Unser nächstes Ziel ist „Ilha de Maré“, die Insel der Gezeiten. In São Tomé schlendern wir am Strand entlang, an dem auch wieder ein fröhliches, buntes Miteinander herrscht. Vom Bootssteg aus blicke ich auf den Traumstrand, an dem, so Edgar diverse Villen stehen.

bucht

Mit dem großen Transferboot geht es dann in 20 Minuten bis zur Insel.

Transferboot
Transferboot

Der Ausstieg ist etwas abenteuerlich, da es hier auf der kleinen Insel keinen Steg gibt. Also heisst es, Schuhe zusammenbinden, um den Hals legen und vorsichtig die Leiter runtersteigen. Klar, bin ich nass geworden – und wie! Aber, bei 36 Grad ist das ja nun wirklich kein Problem.

Der erste Eindruck – absolut paradiesisch! Traumhaft schöne, lange Strände, sattgrüne Mangroven und klares, ruhiges Wasser.

Ilha de
Ilha de Mare

strandb
Es scheint, als sei die Zeit in diesem kleinen Dörfchen stehen geblieben, obwohl sie nicht weit von Salvador entfernt liegt. Gemeinsam wandern Edgar und ich auf den „Strassen“. Diese „Strassen“ bzw. Wege sind eng und anfangs ganz schön steil. Autos fahren hier nicht, stattdessen sehe ich Esel und Pferde, das sind die Transportmittel.

Seit Alters her leben die Menschen vom Fischfang und so sehe ich auch jede Menge Fischer mit ihren soeben gefangenen Fischen.fisch1

In diesem abgelegenen Dörfchen leben ca. 7.000 Menschen, die Brasilianer kommen gerne zum Wochenende, weiss Edgar zu erzählen oder verbringen hier ihren Urlaub.

Eine der ältesten Traditionen Brasiliens „das Klöppeln“ wird hier gepflegt. Edgar macht mich mit Maria bekannt, die alte Dame ist fast 90 Jahre alt und zeigt mir voller Stolz ihre Arbeiten. Ich sehe Berge von großen und kleinen Decken, Tischläufer, Gardinen, Blusen, Westen undundund, alles von ihr in liebevoller Handarbeit hergestellt – das ist echt bewundernswert. Händler aus Salvador kaufen bei Maria ein und verkaufen dann die Klöppelarbeiten weiter auf den Märkten.

Die Häuser der Dorfbewohner sind klein und teilweise recht bunt. Auch hier spielt sich das Leben meist draussen, vor den Häusern ab. Von vielen Seiten dringt Musik an mein Ohr und es wird viel gelacht.

Ilha de Mare

In diesem fröhlichen Chaos entdecke ich freilaufende Schweine, ich glaube, außer mir, nimmt niemand wirklich Notiz von ihnen.

Schweine auf Ilja de Mare
Schweine auf Ilja de Mare

schweinaDie Kirche „Igreja Senhora Santana“ stammt aus dem neunzehnten Jahrhundert und liegt direkt am Meer.

Ilha de Mare - Dorfkirche
Ilha de Mare – Dorfkirche

Edgar hat natürlich ein Lieblings-Fischrestaurant, in das wir uns zum Abschluß der Insel-Tourbegeben. Es gibt gegrillten Fisch, dazu Reis, feurig angemachte Tomaten und – natürlich wieder – Moniokmehl. Bis auf letzteres hat alles sehr gut gescheckt.

fischgegrillt
Am Strand halten wir Ausschau nach dem großen Transferboot – es ist keines in Sicht. Warum auch immer scheint jetzt keines mehr auf die Insel zu kommen. Ich überrede Edgar stattdessen das flotte Motorboot zu nehmen. Wir sind die ersten Passagiere und der Kaptain fährt erst los, wenn das Boot voll ist. Also, geht er am Strand entlang oder steht auf seinem Boot und versucht Gäste einzusammeln. Irgendwann ist dann tatsächlich das Boot auch voll.

schiffer

Das die Fahrt rasant wird, habe ich ja schon vermutet, aber, der Kaptain übertrifft meine Erwartungen noch um einiges. Das Boot springt nur so über die Wellen, für den, der das mag, ist das ein reines Vergnügen. Edgar und ich hingeben sind froh, als wir wieder festen Boden unter den Füssen haben. Und dieses Mal bleiben wir auch trocken, da es ja den Anlegesteg gibt.

Auf dem Rückweg bummeln wir am schönen Strand entlang und stoßen hier und da kleine, nette Restaurants oder eine Art Kiosk.strand restaurant kiosk

Ich entdecke Häuser und Villen mit wunderschönen Vorgärten, in denen prachtvolle Palmen, Blumen oder wie zum Beispiel diese üppig blühenden Bäume.

baumb bauma

Mein Fazit

Salvador, der Bundesstaat Bahia und Praia do Forte sind für mich ein perfektes Reiseziel, da es sehr viel Abwechslung gibt. Die schönsten Strände Brasiliens, die brasilianische Lebensart, die Musik und nicht zu vergessen die Natur und die unzähligen Palmen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und zu jeder Zeit absolut sicher! Und Dank meines netten Guides Edgar habe ich viele Ecken besucht, die ich ohne ihn ganz sicher nicht gefunden hätte!

Es würde mich sehr freuen, wenn ich Euch ein wenig inspiriert habe, Brasilien zu besuchen!

Und wenn Ihr Edgar kontaktiert, bestellt ihm bitte einen herzlichen Gruß von mir, seine Kontaktdaten lauten: http://www.salvadordbteam.com

More from Renate Effenberger

Kitzbühel – Wandern in den Kitzbüheler Alpen, Teil II

Hier nun Teil II von Kitzbühel - Wandern in den Kitzbüheler Alpen....
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.