Im Interview: Hera Lind – Bestsellerautorin, Sängerin, Moderatorin

Hera Lind

Hera Lind, die Tochter eines Arztes und einer Musikpädagogin studierte zunächst Germanistik und Theologie für das Lehramt, bevor sie ein Gesangstudium an der Kölner Musikhochschule absolvierte.

Während der ersten Schwangerschaft in einer Zwangspause schrieb sie ihren ersten Roman, „Ein Mann für jede Tonart“, der auf Anhieb zum Bestseller wurde. Weitere Romane in drei weiteren Schwangerschaften folgten. Mit „Das Superweib“ gelang ihr endgültig der Durchbruch. In den Neunziger Jahren moderierte Hera Lind im ZDF eine eigene Talkshow und in der ARD die Sendung „Herzblatt“. Viele ihrer Romane wurden und werden verfilmt.

Inzwischen hat sie über 30 Romane geschrieben. Alle ihre 12 Tatsachenromane stehen monatelang auf der Spiegelbestsellerliste.

Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Haben Sie ein Lieblingsrestaurant?

Im Sommer das Triangl in Salzburg, direkt gegenüber vom Festspielhaus. Da tummeln sich Weltstars neben Touristen, Studenten, Schaulustigen und Festspielfreunden. Man sitzt draußen und sieht die flanierenden Festspielbesucher, eine tolle Atmosphäre. Dabei ist das Essen vielseitig, köstlich und bezahlbar. Ich liebe die Fischsuppe dort, die ist ein Muss.

Haben Sie ein Lieblingsgericht?

Jeden Tag den großen bunten Salatteller, wann immer es die Zeit zulässt, ihn selbst zuzubereiten oder ich ihn in einem Restaurant finde.
Verschiedene frische Blattsalate, Rohkost, Schafskäse, Oliven, Tomaten, alles was Kraft und Energie gibt und ein leichtes aber sattes Gefühl vermittelt. Man kann sich viele perfekte Bissen
machen, jeder schmeckt anders.

Was ist Ihr Schönheits-Geheimnis?

Ausschlafen und viel Bewegung an frischer Luft. Das ist ein unbezahlbarer Luxus, ich weiß, aber es wirkt Wunder.

Was ist Ihr Lieblingsreiseland?

Seit ich in Österreich lebe, kann ich kein besseres Reiseland vorschlagen, obwohl ich auf meinen vielen Schiffsreisen schon fast überall auf der Welt war. Natürlich liebe ich Neuseeland, Australien, Südafrika, Teile der Ost und Westküste Amerikas, Kanada, die exotischen Ziele in Asien und auch im nahen Osten, wie zum Beispiel den Oman, über den ich gerade einen Roman schreibe. Aber immer wenn ich nach Hause komme in mein geliebtes Salzburg, finde ich, dass alle Schönheit und alle Vielfalt hier zusammentrifft.

Gibt es eine Anekdote aus Ihrem Leben?

Sehr viele! Die meisten bringe ich in meinen Romanen und Kurzgeschichten unter.

Meine vier Kinder haben die entzückendsten Sprüche abgelassen, die als Anekdoten in die Familiengeschichte eingegangen sind. Auf jeder Sommerwanderung mit meinen Freundinnen erzähle ich die letzten Anekdoten aus meinem Leben als Lesereisende, Begegnungen mit dem Publikum. Pleiten Pech und Pannen aus meinem eigenen Leben gibt es genug!

Haben Sie ein Lieblings-Zitat?

Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.

Don Bosco

Das stand in meinem Poesiealbum, und ich finde immer mehr schlichte Wahrheit darin. Selbst das Beste aus sich machen, Toleranz anderen gegenüber und auf das Gerede der anderen nichts geben.

Was ist Ihr Lieblings-Teil oder Ihr Lieblings-Platz in Ihrer Wohnung?

Meine ganze Wohnung in der Altstadt über den Dächern von Salzburg ist ein gemütliches Nest, eine Insel, ein Rückzugsort. Der Schreibtisch ist wichtig, sicher einer meiner Lieblingsplätze. Die urgemütliche Wohnküche, in der mein Mann häufig kocht und die Kinder auf der Küchenbank herum lümmeln. Die Dachterrasse, auf der ich im Sommer schlafe.

Gibt es etwas Neues bei Ihnen?

Gerade erscheint mein Tatsachenroman „Die Sehnsuchtsfalle“, eine wahre Geschichte über eine Deutsche die aus Liebe zu einem Nigerianer in Brasilien ein rätselhaftes Paket abholen wollte.
Der Mann hatte währenddessen ihren 13 jährigen Sohn in Obhut. In dem Paket waren 8 Kilo Kokain und sie kam für 6 Jahre in Brasilien ins Gefängnis. Albtraum pur! Sie hat dort 1000 Seiten
geschrieben und sie mir zur Verfügung gestellt. Wie sie die Hölle dort überlebt hat, wie sie sogar noch die Kraft gefunden hat im Knast auf portugiesisch ihr Abitur zu machen und wie sie
letztlich ihren Sohn wiedergefunden hat… das ist so irre spannend, dass ich unseren Leserinnen und Lesern spannende Stunden damit wünsche.

Liebe Frau Lind! Ich bedanke mich sehr herzlich bei Ihnen für das ausführliche Interview und die Einblicke, die Sie uns in Ihr Leben gewährt haben. Viel Erfolg mit Ihrem neuen, spannenden Roman!

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