Im Interview: Brigitte Grothum – Schauspielerin – Regisseurin – Produzentin

Brigitte Grothum

Seit ihrem 15. Lebensjahr lebt Brigitte Grothum in Berlin, wo sie nach dem Abitur ihre Schauspielausbildung absolvierte. Anfangs spielte sie hauptsächlich Theater an verschiedenen Berliner Bühnen.

Bekannt wurde Brigitte Grothum vor allem durch ihre Hauptrolle in der Edgar Wallace-Verfilmung „Die seltsame Gräfin“ von 1961, mit Klaus Kinski an ihrer Seite, es folgten weitere Edgar Wallace-Filme.

1967 trat sie bei den Salzburger Festspielen als Hermia in Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf.

Im Fernsehen haben wir sie in über 100 Produktionen gesehen, dabei war „Drei Damen vom Grill“ ihr längstes Fernsehengagement. Als Regisseurin inszenierte sie 1987 „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal, das seit dem Mauerfall bis heute jährlich im Berliner Dom aufgeführt wird.

Seit Mitte der 50iger Jahre leiht Brigitte Grothum prominenten Kolleginnen, wie Lee Remick, Diane Keaton, Barbara Eden, Diana Rigg oder Debbie Watson ihre Stimme.

Auf deutschen Theaterbühnen ist sie genauso zu Hause, wie auch in der ZDF-Telenovela „Wege zum Glück – Spuren im Sand“. Daneben glänzte sie in zahlreichen Gastrollen, wie „Soko Wismar“, „Soko Köln“, „Schnitt für Schnitt“ sowie in den Live-Hörspielen u.a. „Mein Freund Harvey“ und „Die seltsame Gräfin“.

Sie ist Trägerin des Berliner Ordens und des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Brigitte Grothum ist die Grande Dame des Berliner Theaters!

Haben Sie ein Lieblingsrestaurant?

Ja, das habe ich:  Bei mir in Zehlendorf  (Berlin) „Die Fischerhütte“.
Es liegt wunderbar am Wasser, man kann auch draußen sitzen, es ist von uns aus in ein paar Minuten zu erreichen – (auch mit dem Fahrrad) und die Küche ist ganz ausgezeichnet.

Haben Sie ein Lieblingsgericht?

Mein Lieblingsgericht sind italienische Spaghetti.
Die Wenigsten können Sie richtig machen, daher essen wir sie fast ausschließlich zu Hause, von mir zubereitet.

Meine Vorliebe für Spaghetti stammt aus meiner Jugendzeit: ich war als 17jährige von meiner Tante, die einen Sarden geheiratet hatte, nach Sardinien eingeladen, dort gab es vor jeder Mahlzeit einen Riesenberg Spaghetti als Vorspeise, jeden Tag in einer anderen Variante. Das hat mir so gut geschmeckt, und dort habe ich auch gelernt, sie zu kochen.

Was ist Ihr Lieblingsreiseland?

Das Zillertal.

Wie sind seit mehr als 25 Jahren dort und gehen immer in das gleiche Hotel , zu den Kirchlers in Hintertux , dort kann man das ganze Jahr Skifahrern, und da wir schon so lange dort Gäste sind, fühlen wir uns mit allen total wie Familie.
Abgesehen davon ist die Landschaft und das Klima ein Traum, hinreißende Abfahrten und unheimlich nette Leute.

Gibt es eine Anekdote aus Ihrem Leben?

Eine der schönsten Anekdoten, die ich gerne als Liebeserklärung erzähle:

Ein Traum: Ich habe eine Lesung – allein- mir fehlen plötzlich alle meine Anekdoten, die ich vortragen will, das Ganze ist eine richtige Katastrophe. Das Publikum geht befremdet einer nach dem anderen  raus aus dem Saal. Ich sitze verzweifelt allein an meinem Leseplatz, da kommt mein Mann und sagt: „So schlimm wars nicht!“

Haben Sie ein Lieblings-Zitat?

Nimm dich nicht so wichtig.

Was ist Ihr Lieblings-Teil oder Ihr Lieblings-Platz in Ihrer Wohnung?

Die Bank am Bunnen in unserem Vorgarten das ist so eine Mischung aus Stadt und Land oder Dorf.  Man kann mal richtig entspannen und dem Plätschern des Wassers zuhören.

Gibt es etwas Neues bei Ihnen?

Am 6. Januar 2017 steigt im Hotel Ellington unser nächstes Live-Hörspiel „Das Gasthaus an der Themse“.

Ganz herzlichen Dank, liebe Frau Grothum für Ihre Einblicke. Alles Gute und toi, toi, toi für Ihre weiteren Aktivitäten!

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